Archive for März, 2006
Nach einem Beschluss der bayerischen Landesregierung, soll es Schülern in Zukunft verboten sein das Handy in der Schule zu benutzen. Hintergrund ist der Fund von Gewalt- und Pornographievideos auf den Geräten einiger Schüler.
Zwar ist die Nutzung bereits jetzt im Unterricht verboten, wie man aber so hört beschränkt sich das auf das Telefonieren. SMS und Co wird fleissig genutzt. Jetzt soll ein eingeschaltetes Handy also generell nicht mehr auf dem Schulgelände erlaubt sein. Der Lehrerverband ist demgegenüber skeptisch. Es bekämpfe nicht das Problem, da ausserhalb der Schule genügend Zeit bleibt. Außerdem beklagen sie, dass eine vollständige Kontrolle nicht möglich sei.
Zweifelsohne sind dies zwei sehr gute Argumente. Man wird sehen ob sie ausreichen, um den Schnellschuss der Politik abzumildern, oder gar als Populismus ganz abzutun.
Positiv an einem solchen Verbot wäre aber der Wegfall des Sozialkillers Handy. Über was unterhalten sich Kinder heute an Schulen? Natürlich über das neuste Mobiltelefon und was es doch tolles kann. Es wird im Kreis gestanden und jeder hat sein Telefon in der Hand. Wenn man das weglassen würde und sich einmal ohne unterhält wird es wohl keinem schaden. Bis vor sechs oder sieben Jahren ging das doch auch.
Wenn die Politik also etwas sinnvolles und nachhaltiges beschließen will, wie wäre es mit einem Fach Medienpädagogik? Darin könnte man gleich noch etwas zum richtigen Umgang mit dem Internet lernen. Aber dafür müsste man ja etwas anderes streichen oder kürzen. Mir fällt auch gleich was ein: Latein.
Quellen: Heise.de, Sueddeutsche.de
März 29th, 2006
ars technica beschreibt wie man an das neue, noch nicht offiziell vorgestellte Ergebnisinterface von Google kommt. Es sieht nicht viel anders aus als jetzt. Mit einem kleinen aber entscheidenden Unterschied. Links ist nun eine Leiste in der die Top-Google-Dienste aufgeführt sind. Dies sind Web, Images, Groups, News, Froogle und Local. Bisher waren die über dem Suchfeld angeordnet. Ausserdem kann man dort auch schnell die “Erweiterten Suchoptionen” auswählen. Mir ist die jetztige Position zu unpassend. Was mir ebenfalls noch auffällt ist die Einblendung des Googlemail Accounts rechts oben, sofern man einen hat. Ähnlich wie bei Adsense oder eben Googlemail selbst.
Was Google damit, außer der Weltherrschaft :D, bezwecken will ist noch nicht ganz erkennbar. Jedenfalls rückt das gesamte Layout etwas nach oben. Somit ist auf der Seite mehr Platz und auch die Googleanzeigen rutschen nach oben.
Die Beschreibung von ars technica liefere ich auch noch in Deutsch. Man geht auf Google.com, oder Google.co.uk und kopiert diesen String in die Adresszeile des Browsers. Nicht in das Suchfeld!
javascript:alert(document.cookie="PREF=ID=fb7740f107311e46:TM=1142683332:LM=1142683332:S=fNSw6ljXTzvL3dWu;path=/;domain=.google.com")
Es muss daruaf geachtet werden, dass der String keine Leerzeichen enthält. Jetzt Enter drücken. Es erscheint eine Javascript Meldung, die man einfach mit OK wegklickt. Ab sofort kann eine ganz normale Suchanfrage gestellt werden.
Das Problem ist, zumindest in Deutschland, dass Google Anfragen an Google.com einfach an Google.de umleitet. Wenn man also dies nicht umgehen kann, zum Beispiel mit Opera, dann kann dieser String verwendet werden:
javascript:alert(document.cookie="PREF=ID=fb7740f107311e46:TM=1142683332:LM=1142683332:S=fNSw6ljXTzvL3dWu;path=/;domain=.google.de")
Hier habe ich einfach die Domain geändert. Ansonsten funktioniert es nicht.
März 28th, 2006
Bei DrWeb habe ich die Beta-Logo Parade gesehen. Aufgeführt werden haufenweise Logos mit dem berühhmten Beta, wie es Google schon lange pflegt. Ob das nun sinnvoll ist, mag jeder selbst entscheiden. Wenn man aber die Zeit findet das eine oder andere anzuklicken entdeckt man vielleicht einen neuen Web 2.0 Dienst den man noch nicht kennt und einem nützlich erscheint. Ebenfalls gut daran ist die Sortierung nach Farben, die die aktuellen Trends sehr gut zeigt.
März 24th, 2006
Das 10-Finger-System zum tippen kennt jeder. Mancher aus der Schule oder man hat es sich selbst beigebracht. Und dann gibt es noch die Adlersuchsystem-Tipper :D, die manchmal doch gerne "richtig" tippen können möchten. Zwar findet man im Internet viele kostenlose Trainer, aber der Ehrgeiz eine solche Übungsreihe durchzuhalten verfliegt meist sehr schnell.
Ich habe mir das 10-Finger-System selbst beigebracht und es doch zu einer ansehnlichen Tippgeschwindigkeit gebracht. Nach wie vor ärgerlich war aber die relativ hohe Fehlerrate. Im Oktober 2005 stand bei mir die Anschaffung einer neuen Tastatur an. Letztendlich habe ich mich für das Happy Hacking Keyboard Professional Blank Key Charcoal Grey entschieden. Darüber wird in naher Zukunft noch ein Testbericht erscheinen.
Der Witz an dem Keyboard ist unter anderem die Beschriftung. Sie existiert nämlich nicht! Daher muss sich das Gehirn die Position der einzelnen Buchstaben noch exakter merken, weil ein einfaches Schielen auf die Tastatur nicht weiterhilft. Mir hat dieser "Mangel" des Schreibgeräts sehr geholfen. Die Fehlerrate sank deutlich und es geht noch etwas schneller. Per IM wird mir manchmal die Haltung eines Monologs vorgeworfen :D.
Eine normale Tastatur, wie sie zum Beispiel einem Dell Rechner beiliegt ist höchstens zehn Euro wert und daher das ideale Versuchsobjekt. Hinzu kommt ein sehr feines Schmiergelpapier (auch bekannt als Schleifpapier ;)) aus dem Baumarkt für einen oder zwei Euro. Dann emfpiehlt es sich für die Lernphase ein Photo der Tastatur auf den Desktop zu legen. Noch besser ist ein Bild des jeweiligen Tastaturlayouts, zu finden über die Google Bildersuche. Dann schmiergelt man mit dem Schleifpapier die bei billigen Tastaturen aufgeklebte Beschriftung weg. Ab sofort ist man gezwungen blind zu schreiben. Da man insbesondere Sonderzeichen nicht auf Anhieb weiß, darf man bei Bedarf auf dem Bild nachsehen. Nach circa zwei bis drei Wochen musste ich das nicht mehr machen.
Noch ein Hinweis zum Schluss: Ich übernehme keine Haftung für Schäden an Tastaturen. Insbesondere bei Notebooks sind die Buchstaben oft aufgelasert, oder wie bei meinem Powerbook aus der Taste geschnitten. Dann hilft das Schmiergelpapier natürlich nichts, sondern hinterlässt nur sichtbare Kratzer auf dem Gerät.
März 23rd, 2006
Gerade eben habe ich die aktuelle eBay Fernsehwerbung wieder gesehen. Für mich persönlich derzeit eine der Besten im deutschen Fernsehen, nicht zuletzt wegen der Musik. Nur leider wusste ich bis vor kurzem nicht wer diese Jazznummer singt. Google hilft, wie immer:
Der Titel "Tonight You Belong To Me" wurde mehrmals aufgenommen, erstmals in den 20er Jahren. Die Version aus der Ebay Werbung stammt von "Patience & Prudence" zwei Schwestern, die zum Zeitpunkt der Aufnahme 1956 erst 11 und 14 Jahre alt waren. Eine CD mit dem Titel gibt es bei Amazon Deutschland: Best of Patience & Prudence
.
Allerdings ohne Hörprobe. Die gibt es dafür bei Amazon.com. Eine Suchanfrage im iTunes Music Store liefert neun Treffer von sieben unterschiedlichen Interpreten. Die Bluesversionen von Frances Faye und Peggy Lee sind noch sehr schön.
Andere eBay Werbelieder
eBay Werbung: The world is full of beautiful things.
März 22nd, 2006
Patriot Act: The Home Version ist ein Brettspiel mit dem Design von Monopoly. Der amerikanische Grafiker Michael Kabbash gestaltete jedoch das Spielziel um. Gewinner ist nicht der mit den meisten Hotels und dem meisten Geld, sondern derjenige, der am Schluss noch Bürgerrechte übrig hat. Genau solche verliert man aber in jeder Runde. Das Monopoly-Männchen wurde durch das Konterfei des 2005 ausgeschiedenen Justizministers John Ashcroft ersetzt.
Am Anfang des Spiels entscheiden die Würfel über die Grundrechtsausstattung: Amerikaner starten mit fünf Bügerrechten, Nicht-US-Bürger mit einem. Weiße und Asiaten starten ebenfalls mit fünfen, Araber nur mit einem. Ultra-Rechte bekommen sogar sechs, Demokraten aber nur drei oder vier. Aus Stra&zsligen mit mehr oder weniger hohen Mieten werden Felder in den Farben des Terror-Alarmplans; "Ereigniskarten" werden zu "Homeland Security Cards". Darin lauern Mitteilungen wie: "Das FBI verhört Sie; eine Runde aussetzen" oder "Sie haben dem FBI spekulative Informationen über ihren Nachbarn mitgeteilt: Sammeln Sie von jedem Mitspieler ein Bürgerrecht ein."
Das gesammte Spiel steht zum selber ausdrucken zur Verfügung. Alleine die Karten sind es zumindest wert gelesen zu werden.
"Es haben sich Leute darüber beschwert, dass bei dem Spiel niemand gewinnen könne", sagt Erfinder und Menschenrechtsaktivist Kabbash. "Ich sage dann etwas wie: ‘Ja, das ist genau der Punkt.’"
Gefunden bei der Tagesschau.
März 19th, 2006
Ein lustiges Werbevideo von Berlitz. Improve your English!
Gefunden bei trndblog.
März 18th, 2006
Wie ich generell über DRM und die Methoden der Musikindustrie denke, habe ich bereits in dem Artikel Von Un-CDs, Rootkits und rechtelosen Musikhoerern dargelegt.
Jetzt geht es aber um die Batterielaufzeit von MP3 Playern oder Notebooks. James Kim schreibt in einem Review auf cnet.com von The truth about battery life. Dass Herstellerangaben immer optimistisch von einer bestimmten Grundkonfiguration ausgehen, wie beispielsweise einer Rate von nur 128 kbit/s, und diese oft nicht praxisrelevant ist, ist nichts neues. Jedoch kann eine DRM verschlüsselte Musiksammlung im WMA DRM 10 Format, wie von Napster angeboten, die Laufzeit noch einmal um bis zu 25% verkürzen! Der Rechenaufwand ist also nicht unerheblich und die Auswirkung auf die Gerätelaufzeit sollte man nicht unterschätzen.
Der iPod schneidet mit einem Verlust von 8% noch relativ gut ab. Was aber an der FairPlay Technik liegen sollte.
März 18th, 2006
Mir persönlich war dieses Video völlig neu, obwohl darin ein iPod 1G 5GB vorkommt, der doch schon in die Jahre gekommen ist. Jedenfalls wird darin eine iPod Verpackung an den Microsoftstil angepasst. Wer Apple und Microsoft Verpackungen kennt, weiß über die Unterschiede in Design, Komplexität und Produktaussage bestens Bescheid.
Der Witz an dem ganzen ist, dass das Video nicht von irgendwelchen fanatischen Apple Jüngern stammt, sondern von Microsoft selbst. Die Firma ist sich dem Problem ihrer Verpackungen bewusst und will anscheinend daran arbeiten. Zwar sei das Video nur für die interne Vorführung gedacht gewesen, aber man freue sich, dass jetzt auch andere darüber lachen können.
Gefunden bei ipodlife.de.
März 16th, 2006
Wieder ein kleines Review eines Artikels aus der IBM Denkfabrik. Andrew Wilcox beschreibt darin was Profiling eigentlich ist, ich nehme an meine Leser wissen das :D, und geht auf Probleme mit aktuellen Profilern, wie den Performanceverlust, ein. Nachdem er die Anforderungen an einen “idealen” Profiler gestellt hat, kommt er zu dem Schluss man müsse ihn selber schreiben.
Hier gibt er dann sehr ausfürlichen und lauffähigen Code an. Allerdings handelt es sich um Java 5 AOP Code. Man sollte also mit der Aspect Orientierten Programmierung unter Java einigermaßen vertraut sein. Näheres findet man z.B. auf den Seiten des AspectJ Projekts der Eclipse Foundation.
Wem das alles zu viel ist und eigentlich nur den “idealen” Profiler sucht und sich im Dschungel der Angebote nicht mehr auskennt, kann sich JIP ansehen. Er stammt ebenfalls von Wilcox und der Code aus dem Artikel basiert darauf.
März 15th, 2006
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