10-Finger-System radikal
März 23rd, 2006
Das 10-Finger-System zum tippen kennt jeder. Mancher aus der Schule oder man hat es sich selbst beigebracht. Und dann gibt es noch die Adlersuchsystem-Tipper
, die manchmal doch gerne "richtig" tippen können möchten. Zwar findet man im Internet viele kostenlose Trainer, aber der Ehrgeiz eine solche Übungsreihe durchzuhalten verfliegt meist sehr schnell.
Ich habe mir das 10-Finger-System selbst beigebracht und es doch zu einer ansehnlichen Tippgeschwindigkeit gebracht. Nach wie vor ärgerlich war aber die relativ hohe Fehlerrate. Im Oktober 2005 stand bei mir die Anschaffung einer neuen Tastatur an. Letztendlich habe ich mich für das Happy Hacking Keyboard Professional Blank Key Charcoal Grey entschieden. Darüber wird in naher Zukunft noch ein Testbericht erscheinen.
Der Witz an dem Keyboard ist unter anderem die Beschriftung. Sie existiert nämlich nicht! Daher muss sich das Gehirn die Position der einzelnen Buchstaben noch exakter merken, weil ein einfaches Schielen auf die Tastatur nicht weiterhilft. Mir hat dieser "Mangel" des Schreibgeräts sehr geholfen. Die Fehlerrate sank deutlich und es geht noch etwas schneller. Per IM wird mir manchmal die Haltung eines Monologs vorgeworfen
.
Eine normale Tastatur, wie sie zum Beispiel einem Dell Rechner beiliegt ist höchstens zehn Euro wert und daher das ideale Versuchsobjekt. Hinzu kommt ein sehr feines Schmiergelpapier (auch bekannt als Schleifpapier
) aus dem Baumarkt für einen oder zwei Euro. Dann emfpiehlt es sich für die Lernphase ein Photo der Tastatur auf den Desktop zu legen. Noch besser ist ein Bild des jeweiligen Tastaturlayouts, zu finden über die Google Bildersuche. Dann schmiergelt man mit dem Schleifpapier die bei billigen Tastaturen aufgeklebte Beschriftung weg. Ab sofort ist man gezwungen blind zu schreiben. Da man insbesondere Sonderzeichen nicht auf Anhieb weiß, darf man bei Bedarf auf dem Bild nachsehen. Nach circa zwei bis drei Wochen musste ich das nicht mehr machen.
Noch ein Hinweis zum Schluss: Ich übernehme keine Haftung für Schäden an Tastaturen. Insbesondere bei Notebooks sind die Buchstaben oft aufgelasert, oder wie bei meinem Powerbook aus der Taste geschnitten. Dann hilft das Schmiergelpapier natürlich nichts, sondern hinterlässt nur sichtbare Kratzer auf dem Gerät.
Entry Filed under: IT und Wissenschaft
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