Archive for August, 2006

Wieder Urheberrechtsverletzung an meiner Software: Verlag fuer die Deutsche Wirtschaft AG

Alle Updates mit Stellungnahme finden sich unter dem eigentlichen Beitrag!
Wie bereits im Mai auf der Seite einer SPD Bundestagsabgeordneten, habe ich heute wieder eine Urheberrechtsverletzung an meinem bereits drei Jahre alten Umfragescript HSPOLL entdeckt. Dabei handelt es sich um eines meiner ersten Scripten und es ist absolut nicht auf dem neuesten Stand. Wegen einer guten Platzierung in Suchmaschinen und der einfachen Installation wird es trotzdem noch eingesetzt.
Diesmal sogar auf den Seiten des Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Bis die Firma auf mein Schreiben reagiert kann man das Script hier im Einsatz sehen: aktuelle Umfrage. Schaut man in den Quelltext findet man den Verweis powered by Hugo-Schaschlik Pollsystem. Also genau so schlecht verborgen wie beim oben verlinkten Fall. Damals war jedoch nur das Frontend übernommen und das Backend neu programmiert worden. Hier ist das nicht der Fall, wie absolut übereinstimmende Dateinamen zeigen.
Umfrageergebnis leser.vnr.de Zudem wurde der Link erst vor kurzem entfernt, wenn man Google Cache glauben darf. Ich habe zahlreiche Screenshots angefertigt und die Urheberrechtsverletzung auch von Zeugen bestätigt. Aus dem Umfragearchiv lässt sich erkennen, dass das Script am 22.02.2006 gestartet wurde und die aktuell achte Umfrage heute am 31.08.2006, wo wahrscheinlich auch der Link auf meine Seite entfernt wurde. Auf den Umfrageergebnisseiten ist er im Übrigen noch sichtbar. Es handelt sich auch nicht um Dummyumfragen, was beweist, dass das Script tatsächlich im Einsatz ist. Leider habe ich noch nicht entdeckt wo. An der letzten beteiligten sich 124 Personen und seit heute immerhin schon 23.
Jetzt liegt das Script nicht direkt auf www.vnr.de, sondern auf leser.vnr.de. Dort kann man einen Newsletter bestellen. Klickt man dort jedoch auf das, vorbildlich, verlinkte Impressum, so landet man auf Komma-net.de. Im Impressum ist ebenfalls der "Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG" angegeben.
Ich glaube nicht, dass der Vorstand Herr Helmut Graf direkt dafür verantwortlich ist. Der Leiter Online-Dienste: Dr. Harald Feldkamp sollte sich dafür jedoch schon interessieren. Oder liegt es am Ende doch an der beauftragen Consultingfirma anykey?
Ich werde es herausfinden und hier veröffentlichen. Wenn schon mein kostenloses Script eingesetzt wird, so hätte ich gerne, dass die klar erkennbaren Bestimmungen auch eingehalten werden. Da die Domain vnr.de jedoch laut DeNIC auf Herrn Harald Feldkamp registriert ist, werde ich mich mal an den wenden.

Update 22:30 Uhr: Das Script wurde bereits vom Server genommen. Die Dateien sind nicht mehr erreichbar. Eine Antwort steht aber noch aus.

Update 01.09.2006, 22:30 Uhr Eine Reaktion habe ich bisher immer noch nicht erhalten, was für mich absolut nicht akzeptabel ist. Daher habe ich Herrn Dr. Feldkamp an seine persönliche Adresse gemailt. Vermutlich ist die erste E-Mail an die im Impressum angegebene Adresse nicht bis zu ihm vorgedrungen. Vielleicht wollte jemand Ärger vermeiden? Sucht man im Netz nach Dr. Harald Feldkamp findet man heraus, dass es sich um einen sehr bekannten Mann handelt. Mein Bericht hier erscheint immerhin schon auf dem achten Platz.

Update am 04.09.2006:

Bonn, Montag, den 4.9.2006

Sehr geehrter Herr Wagner,

vielen Dank für Ihr Schreiben von Donerstag abend. Hierzu möchte ich wie folgt Stellung nehmen:

Ihre Beobachtung und Ihr Vorwurf treffen in diesem Fall bedauerlicherweise zu.

Ihr Freeware-Skript wurde von uns seit Anfang des Jahres stets in korrekter Form verwendet.

Am 31.08.2006 wurde versehentlich ein Link entfernt. Dieses Versehen ist uns noch am gleichen Tag selber aufgefallen und das Skript wurde, wie Sie richtig bemerkt haben, aus diesem Grund umgehend entfernt. Es liegt dem Verlag selbstverständlich fern, Urheberrechte zu verletzen.

Ihre Mail vom 31.08., die Sie mir leider erst nach der Veröffentlichung Ihres Beitrages auf Ihrer Website und zudem nicht persönlich, sondern an die allgemeine E-Mail-Adresse info@vnr.de haben zukommen lassen, hat mich heute erst erreicht.

Ich bedaure überdies sehr, dass Sie Ihren Kommentar gleichzeitig mit dem Schreiben an mich ins Internet gestellt haben, ohne mir angemessen Zeit zu einer Stellungnahme gewährt zu haben.

Ich bitte Sie diese Stellungnahme zum Abschluss dieser Angelegenheit ohne meine Geschäftsdaten, insbesondere direkte Telefonnummer und E-Mail-Adresse auf Ihrem Forum zu veröffentlichen.

Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Feldkamp
Leiter Online-Dienste

Damit ist für mich der Fall erledigt. Ob das Versehen zufällig nach meinem Hinweis und genau zwei Stunden danach um 23 Uhr nachts beseitigt wurde, überlasse ich der Einschätzung meiner Leser.

Update am 06.09.2006: Soeben hat sich auch die oben genannte Consulting Firma bei mir gemeldet und gebeten diese Stellungnahme zu veröffentlichen:

Hallo Herr Wagner,

durch Ihren Blog haben wir vom Vorwurf einer Schutzrechte-Verletzung
erfahren, deren Hintergründe wir nicht kennen und auch nicht
beurteilen können.

In diesem Zusammenhang wird die Frage aufgeworfen “Oder liegt es am
Ende doch an der beauftragen Consultingfirma anykey?”

Wir möchten zunächst versichern, dass wir in dieser Angelegenheit
nicht involviert sind oder waren, was vielleicht in der Antwort von
Herrn Dr. Feldkamp nicht ganz deutlich herauskommt.

Da Sie für Ihre Klarstellung des Sachverhaltes den Weg in die
Öffentlichkeit gewählt hat, möchten wir Sie bitten auch diesen Punkt
noch richtig zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen aus Bonn

Stephan Wirtz

Für mich war das mit der Antwort von Herrn Dr. Feldkamp zwar klar, es ist aber absolut verständllich, dass anykey dies noch klarstellen will.

1 comment August 31st, 2006

Die etwas andere Laptoptasche fuer den Mac

Monster-Tasche Wer ein mobiles Applegerät hat kennt das Sleeveproblem. Eine fast religiöse Frage. Sei es Crumpler, Timbuk2, Vaude, Swissgear, oder einer der zahlreichen kleinen Hersteller. Es gibt sie in allen Farben, Mustern und Formen. Was ich aber bisher nicht gesehen habe ist die Monster Tasche. Da würde mein Powerbook sehr gut hineinpassen. Natürlich passt die Tasche auch für jedes andere Laptop. Einziges Problem ist der Preis von 65$ und die Versandkosten. Also doch lieber im Taschenkaufhaus schauen. Gefunden bei mobileMacs.

Add comment August 27th, 2006

Update zu den Apple Akkus

Soeben habe ich es geschafft einen freien Slot auf dem Server zu bekommen. Das System ist dauernd überlastet. Kein Wunder bei der Vielzahl an auszutauschenden Batterien. Apple tauscht meinen Akku aus. Dauern wird das vier bis sechs Wochen…
Auch Apple ruft Notebook Akkus zurück.

Add comment August 25th, 2006

Auch Apple ruft Notebook Akkus zurueck

Nachdem Dell bereits weltweit über 4 Millionen Notebook-Akkus austauschen musste hat es nun auch Apple mit 1,8 Millionen erwischt. Der eigentliche Urheber dieses finanziellen Fiaskos ist jedoch Sony, Herstellerin der Akkus. Man darf hoffen, dass sich mit den großen Verlusten die zu erwarten sind nun endlich etwas im Bereich Qualität ändern wird. Die drei, vier Dollar, die pro Akku gespart wurden rächen sich jetzt.
Auch mein 15” Powerbook ist betroffen. Zwar habe ich noch nie Probleme mit dem Akku gehabt, aber nach knapp eineinhalb Jahren freue ich mich trotzdem über einen kostenlosen neuen. Die eigens eingerichtete Infoseite von Apple zum Akkuaustausch ist derzeit völlig überlastet. Die Bereiche der Seriennummern finden sich jedoch auch bei Macnews.de, wobei sie angeblich etwas von denen auf der Appleseite abweichen!

Add comment August 24th, 2006

Reihenfolge von Bits umdrehen

Bereits vorgestern habe ich den Artikel Reverse bit order geschrieben. Da es mein erster englischer Artikel ist, ist dieser hier mehr fuer die Robots. In dem kleinen Codebeispiel wird gezeigt wie man die Reihenfolge der Bits in einem Integer, Short oder Byte umdrehen kann. Es ist in Java programmiert, funktioniert aber auch in jeder anderen Programmiersprache.

Add comment August 21st, 2006

Reverse order of bits in Java, or any other language

At "Summercamp 2006" at the University of Passau I was working with pupils on a simple Voice over IP application. They finished this task quite fast and after two days we had to give them something more complex. So they worked on recording and manipulating sound.
Then we had the problem of changing the order of bits efficiently. I do not mean a simple xor, so I give you an example:

0 0 1 1 0 1 0 0 : 52 (changing order of bits)
0 0 1 0 1 1 0 0 : 44

I tried a few things with build in Java classes but did not find the solution. So I took a pencil and tried a lot with boolean operators. It turned out that you can restrict it to two lines of code, with a surrounding for statement:

for (int i = 0; i i< size; i++) {

    newInt = (newInt * 2 + (temp & 0x1));
    temp =  (temp / 2);
}

And because the members of our team where not familiar with these operators I wrote a whole Java class, which you can find here in my blog: BitFlip.java. The class requires a Java 5 compiler, because of the size constants. Feel free to use it in your projects.

1 comment August 19th, 2006

Kurioses aus dem WDR Computer Club

Anlässlich des 25 jährigen Jubiläums des ersten Personal Computers von IBM hat die Tagesschau ein Interview mit dem Moderator des WDR Computer Clubs online gestellt. Darin geht es um die Anfänge in den 80ern. Back berichtet z.B., dass sie mangels Disketten und Internet, Programme durch Piepstöne an die Zuschauer übertragen haben. Diese mussten das Piepsen auf Band aufnehmen und auf den Rechner spielen.
In den Anfängen der Viren glaubten die Leute es handelt sich um Viren im herkömlichen Sinn und empfahlen die Platte schneller drehen zu lassen um sie durch die Zentrifugalkraft von der Platte zu fegen :D. Schön ist auch die Geschichte von der Kopie einer Diskette. Der Mann hat sie buchstäblich mit einem Fotokopierer kopiert und die Blätter eingeschickt :D.

Add comment August 11th, 2006

An manchen Hochschulen darf der Macintosh aus Sicherheitsgruenden nicht ins Netz

Habe soeben diesen Thread bei Macuser.de gelesen. Darin schreibt simply er habe sich ein Powerbook gekauft und will damit ins WLAN. Mit dem Windowsrechner geht das problemlos. Er hat nun beim Admin angefragt und da wird im folgendes gesagt:

Er wird Ihnen aus folgenden Gründen keinen Zugriff auf das
Internet gewähren:

Mit dem Powerbook haben Sie keinen Zugriff auf den Dozentenrechner
Sicherheitsgründe: wahrscheinlich haben Sie keinen BitDefender installiert.

Hinweis: Bitdefender ist ein Virenscanner mit Firewall!

Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten für diese schwachsinnige Begründung:

  1. Der Typ hat absolut keine Ahnung
  2. Der Typ hat Ahnung und den Zugriff von irgendwelchen Windows security policys abhängig gemacht. Dadurch werden Nicht-Windows Systeme ausgepserrt. Ein Fall von Diskriminierung.
  3. Der Typ verschweigt irgendwas, weil ein Windowsgerät auch ohne Bitdefender zugreifen kann, was 2. begünstigt.

Der Threadersteller kann jetzt nur hoffen, dass 1. zutrifft und er mittels Macspoofing reinkommt, was ich aber nicht glaube.

Bei uns an der Uni Passau ist es folgendermaßen: Das RZ gibt zwar eine Version des VPN Clients für den Mac raus. Leider in völlig veralteten Versionen und erst nach wochenlangem Nachfragen. Gott sei Dank ist der Admin der Fakultät für Mathematik und Informatik selbst Macuser und hilft den ganzen Juristen beim Einrichten des VPN Clients :D. Nicht dass ich Jurist wäre :D.

Add comment August 9th, 2006

Mac OS X Leopard: Time Machine und XCode 3.0

Gestern haben die Macfans unter meinen Lesern bestimmt die Keynote von Steve Jobs verfolgt. Seit heute gibt es auch das Video, was im Moment jedoch überlastet ist. Jedenfalls will ich mich gar nicht in die ganzen Lobeshymnen und Spekulationen von tausenden anderen Bloggern einstimmen. Eine Zusammenfassung gibts im Forum von Macuser.de. Zwei Sachen haben mich jedoch beeindruckt. Einmal als Anwender Time Machine und zum anderen als Programmierer Xcode 3.0.

Time Machine

Dabei handelt es sich um ein eingebautes BackUp Programm. Das wäre erst einmal nichts besonderes, wenn es nicht konsequent der exzellenten Bedienbarkeit von Apple Produkten folgen wuerde. Ein BackUp wird automatisch inkrementell angelegt, ohne dass sich der Nutzer darum kümmern muss. Eine externe Platte wird er wohl dennoch anschließen müssen! Dann kann man aus jeder unterstützten Anwendung heraus die Time Machine aufrufen, beliebig in der Vergangenheit "wandern" und die gelöschten Dateien wieder herstellen. Das alles war jetzt nicht so beeindruckend. Das wird es aber, wenn man sich das zugehörige Video ansieht. Wenn das tatsächlich so funktioniert ist das das genialste was ich die letzten zehn Jahre an Software gesehen habe.

Xcode 3.0

Bei Xcode handelt es sich um Apples hauseigene IDE zum programmieren. Ich selbst habe sie bisher nicht genutzt weil es durchaus Eingewöhnung verlangt. Und Eclipse läuft auf jeder Plattform mit allen möglichen Sprachen und Plugins. Neu in Xcode 3.0 ist unter anderem ein Feature des Debuggers. Das ist der erste Debugger (der mir bekannt ist) welcher sich in einer Debuggsession nicht linear verhält. Das heißt man kann nicht nur Schritte vorwärts, sondern auch zurück machen! Der Nicht-Programmierer stellt sich hier sowas ähnliches wie die "Rückgänging" Funktion in Programmen vor. Und jetzt stellt er sich bitte vor, sie wäre nicht da. Schlimm, oder :D?

Kritik

Vom neuen tausendmal besseren Finder hat man gar nichts gesehen. Apple sagt man will die besten Sachen noch nicht zeigen, damit Microsoft keine Zeit zum kopieren hat. Das Argument lasse ich aber nicht gelten. Erstens wird in Vista bestimmt nichts neues mehr eingebaut. Die Zeit ist zu knapp und außerdem ist das Betriebssystem derzeit eine feature complete Beta. Und zweitens hätte man einfach zugeben können, dass die verschwiegenen Dinge einfach noch nicht fertig sind. Ich mache einen Kauf von Leopard auf jeden Fall vom Finder abhänig. Und der muss wirklich tausendmal besser werden.

1 comment August 8th, 2006

Am Wochenende gibt es in Deutschland keine Sicherheit im Computerbereich

Im Blog der Kaspersky Entwickler schreibt Magnus vom deutschen Wochenende. Nein es geht natürlich zuerst einmal um Computersicherheit. Genauer um eine russiche Webseite die über 300 sehr detailierte Datensätze von deutschen Kreditkartenbesitzern zur Verfügung stellt.
Diese Erkenntnis wollte Kaspersky den deutschen Ermittlunsbehörden zugänglich machen. Nur leider war das letzten Freitag und da ist sowohl im BKA, als auch im LKA niemand für Sicherheit zuständig. Es wird empfohlen eine E-Mail an info@bka.de zu schicken, die dann am Montag gelesen wird…
Bei den Kreditkartenunternehmen sieht es nicht besser aus. Die Telefonhotline ist einer Anfrage zur Sperrung von 300 Karten nicht gewachsen. Also werden die Kollegen in den USA und Russland informiert. Die kümmern sich auch am Wochenende um Sicherheit.
Man könnte einmal ausprobieren bei der Polizei anzurufen und zu sagen der Osama ist gerade bei einem zu Hause und will den Wachturm verkaufen. Wenn dann auch nichts passiert können wir uns alle Anti-Terror-Gesetze schenken. Die Amis werden mich natürlich schon ob der blosen Erwähnung von Osama auf die Watchlist setzen und mir die Einreise verweigern :D.
Gelesen bei Heise.de

Add comment August 7th, 2006

Previous Posts