Mac OS X Leopard: Time Machine und XCode 3.0
August 8th, 2006
Gestern haben die Macfans unter meinen Lesern bestimmt die Keynote von Steve Jobs verfolgt. Seit heute gibt es auch das Video, was im Moment jedoch überlastet ist. Jedenfalls will ich mich gar nicht in die ganzen Lobeshymnen und Spekulationen von tausenden anderen Bloggern einstimmen. Eine Zusammenfassung gibts im Forum von Macuser.de. Zwei Sachen haben mich jedoch beeindruckt. Einmal als Anwender Time Machine und zum anderen als Programmierer Xcode 3.0.
Time Machine
Dabei handelt es sich um ein eingebautes BackUp Programm. Das wäre erst einmal nichts besonderes, wenn es nicht konsequent der exzellenten Bedienbarkeit von Apple Produkten folgen wuerde. Ein BackUp wird automatisch inkrementell angelegt, ohne dass sich der Nutzer darum kümmern muss. Eine externe Platte wird er wohl dennoch anschließen müssen! Dann kann man aus jeder unterstützten Anwendung heraus die Time Machine aufrufen, beliebig in der Vergangenheit "wandern" und die gelöschten Dateien wieder herstellen. Das alles war jetzt nicht so beeindruckend. Das wird es aber, wenn man sich das zugehörige Video ansieht. Wenn das tatsächlich so funktioniert ist das das genialste was ich die letzten zehn Jahre an Software gesehen habe.
Xcode 3.0
Bei Xcode handelt es sich um Apples hauseigene IDE zum programmieren. Ich selbst habe sie bisher nicht genutzt weil es durchaus Eingewöhnung verlangt. Und Eclipse läuft auf jeder Plattform mit allen möglichen Sprachen und Plugins. Neu in Xcode 3.0 ist unter anderem ein Feature des Debuggers. Das ist der erste Debugger (der mir bekannt ist) welcher sich in einer Debuggsession nicht linear verhält. Das heißt man kann nicht nur Schritte vorwärts, sondern auch zurück machen! Der Nicht-Programmierer stellt sich hier sowas ähnliches wie die "Rückgänging" Funktion in Programmen vor. Und jetzt stellt er sich bitte vor, sie wäre nicht da. Schlimm, oder :D?
Kritik
Vom neuen tausendmal besseren Finder hat man gar nichts gesehen. Apple sagt man will die besten Sachen noch nicht zeigen, damit Microsoft keine Zeit zum kopieren hat. Das Argument lasse ich aber nicht gelten. Erstens wird in Vista bestimmt nichts neues mehr eingebaut. Die Zeit ist zu knapp und außerdem ist das Betriebssystem derzeit eine feature complete Beta. Und zweitens hätte man einfach zugeben können, dass die verschwiegenen Dinge einfach noch nicht fertig sind. Ich mache einen Kauf von Leopard auf jeden Fall vom Finder abhänig. Und der muss wirklich tausendmal besser werden.
Tags: Apple, Finder, Leopard, MacOSX, XcodeEntry Filed under: IT und Wissenschaft
1 Comment Add your own
1. Julian Heidenreich »&hellip | August 18th, 2006 at 14:49
[...] Quelle: apple.de, anderscht [...]
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