WLAN Sicherheit: Wer nicht hoeren will muss fuehlen
September 8th, 2006
In einem Urteil (Aktenzeichen 308 O 407 / 06) des Landgerichts Hamburg wird eine einstweilige Verfügung zur WLAN Haftung bestätigt. Von einem privaten Anschluss wurden über 200 Musikdateien in eine Tauschbörse eingeschleust. Von der Rechteinhaberin abgemahnt, weigerte sich die Frau zu zahlen, da weder sie, noch ihr Sohn dies zu verantworten habe. Vielmehr sei das WLAN bisher unverschlüsselt gewesen und somit sei es Dritten möglich gewesen diesen Anschluss mitzubenutzen.
Dies lässt das Gericht nicht gelten:
… Weiter ist allgemein bekannt, dass ungeschützte WLan-Verbindungen von Dritten mißbraucht werden können, um über einen fremden Internetanschluss ins Internet zu gelangen.
Ich finde es ja hervorragend, dass das Gericht so denkt. Nur leider halte ich das nach wie vor für nicht zutreffend. Zwar hat die Anzahl verschlüsselter Verbindungen zugenommen, jedoch ist es mit Sicherheit nicht "allgemein bekannt". Wo bitte lernt man das denn auch? Solange sich die Schule nicht damit beschäftigt und Massenmedien dies für die Allgemeinheit verständlich präsentieren wird sich das auch nicht ändern.
Gelesen bei Heise.
Entry Filed under: IT und Wissenschaft
4 Comments Add your own
1. Autogasfahrer Brandl | September 18th, 2006 at 09:51
Naja, wie heißt es so schön:
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht
Aber die Anbieter müßten die Leute unbedingt darauf hinweisen!
2. spritzei | September 19th, 2006 at 11:18
Es müsste beim Konfigurieren des Rooters schon standardmäßg eine Verschlüsselung drinnen sein, dann würde sowas nicht so oft passieren …
Sogar im Urlaub (Italien) konnte ich mit meiner PSP über ein freies WLAN Netz surfen …
3. Dusel | September 20th, 2006 at 23:15
also, für mich ist immer noch entscheidend, dass jemand die “kriminelle” Energie hat und das ungeschützte WLAN nutzt. der gern genommene Vergleich mit der haustür – abgschlossen oder nicht – ist hier für mich analog zu nehmen: zwar ist es fahrlässig, meine Tür nicht abzuschliessen (und gar noch ein grosses leuchtendes Schild mit Pfeil und Hinweis auf die offene Tür / Haus), aber immer noch ist der, der ohne meine Erlaubnis im Haus sich rumtreibt und meine Wurst aus dem Kühlschrank stibitzt, ein Einbrecher und Dieb
4. mombill | November 22nd, 2007 at 13:43
Also … ich bin der Meinung, wer Dinge benutzt hat auch die Pflicht sich mit diesen Dingen zu beschäftigen. Hinterher einfach zu sagen “och … das wusste ich ja gar nicht” ist doch wirklich zu einfach. Wer sich nicht die Mühe macht, sich mit dem was er macht auseinanderzusetzen und sich entsprechend selbst zu bilden, hat es verdient bestraft zu werden!
Leave a Comment
Some HTML allowed:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Trackback this post | Subscribe to the comments via RSS Feed