Hört sich diese Überschrift reisserisch an? Auf jeden Fall. Man müsste jedoch eigentlich sagen: der Mac ist für viele Java-Entwickler ab sofort gestorben. Zwar hat Steve Jobs vor ein paar Jahren den Mac als beste Plattform für Java gepriesen, geglaubt haben das aber nur Leute die kein Java nutzen. Auf PPC-Rechnern ist Java schon immer fürchterlich langsam. Hinzu kommt, dass Sun leider keine eigenen JRE/JDKs für Mac OS X liefert.
Anscheinend ist diese Plattform jedoch so wichtig, dass Apple selbst Unterstützung anbietet. Bisher gab es also immer eine (halbwegs) aktuelle Java-Plattform. Die Version 6, für Windows/Unix/Linux bereits seit Dezember 2006 erhältich kommt erst heute auch für den Mac.
Der Skandal daran ist jedoch, dass es nur für 64Bit-Maschinen und nur für Intel-Macs herauskommt und damit auch nur unter Mac OS X 10.5 läuft. Apple hat im ersten Intel-Jahr haufenweise 32Bit-Intel-Maschinen unters Volk gebracht. Von den immer noch zahlreich laufenden G4/G5 PPCs ganz zu schweigen. Warum also diese massive Einschränkung die wohl 80-90% (eigene Schätzung) der Mac-Nutzer ausschließt? Ich weiß es nicht. Die folgen werden deutlich sein:
1. Will man mit dem aktuellen und doch schon eineinhalb Jahre alten Java auf dem Mac entwickeln, braucht man neue Hardware.
2. Jedes Java-Programm, das auf dem Mac laufen soll, muss mit Java 5 kompiliert werden! Derzeit mag das zwar noch in Ordnung sein. In spätestens einem Jahr wird das ganz anders aussehen.
3. Java 7 ist bereits in der Entwicklung und sollte ursprünglich diesen Frühling erscheinen. Durch die OpenSource-Umstellung wird sich das voraussichtlich auf Januar 2009 verschieben. Was macht dann Apple? Dauert es wieder über ein Jahr bis man auf dem Mac entwickeln kann? Und wird dann Leopard noch unterstützt?
Mein Fazit: Wenn dein Programm auf dem Mac laufen soll, lass die Finger von Java 6. Wenn du schon mit Java 6 entwickelst und dich gerade zu Tode ärgerst, weil endlich Java 6 da ist, aber auf fast keinem Mac läuft, beschwer dich bei Apple.
EDIT: Nachtrag. Es gibt einen inoffiziellen Port von Java 6. Eine echte Lösung ist das jedoch nicht. Zumal geht das nur unter X11.
Soeben habe ich das Update von 2.3.x auf 2.5.1 vollzogen. Die Downtime hat sich mit 15 Minuten in Grenzen gehalten. Dabei habe ich gleich die Plugins entrümpelt und erneuert. Ich bitte um einen kurzen Hinweis, wenn etwas nicht gehen sollte. Danke.
Nicht dass ich Kinder hätte. Und selbst wenn das eines Tages der Fall sein sollte, werde ich keine Mutter, sondern Vater sein :D. Selbst bin ich mit "Peterson und Findus" Büchern und Pumuckl-Kassetten groß geworden. Heute reicht das anscheinend nicht mehr. Man beginnt mit der Gehirnwäsche so bald wie möglich. Falls also ein Kind einer meiner Leserinnen (gibts die überhaupt?) nicht versteht warum man sich unter das Messer legen will, hilft My Beautiful Mommy. Etwas Erklärung gibt es bei der Tagesschau. Wenn es nicht so zum heulen wäre könnte man darüber lachen.
Von lästigem Spam und den Gegenmaßnahmen wie Captchas habe ich schon viel geschrieben. Wie man garantiert verhindert, dass ein Bot seinen Müll absetzt sieht man beim Mega Captcha.
Dass HTTP-Cookies nicht nur nützlich sein können sondern oft misbraucht werden, um Userverhalten zu studieren ist seit langem bekannt. Alle aktuellen Browser bieten die Möglichkeit Cookies seitenspezifisch zu erlauben, bzw. ganz zu verbieten. Das Löschen dieser Plagegeister nach jeder Browsersession ist auch eine Möglichkeit.
Leider gibt es diese Unsitte auch für Flash. Flash-Cookies werden noch dazu extra gespeichert und können derzeit in keinem Browser verwaltet werden. Zudem sind sie browserunabhängig. Angeblich kann man mit dem Flash-Manager auf den Seiten von Macromedia/Adobe das Speichern verbieten. Aber egal was ich dort probiert habe, sie tauchen immer wieder auf. Was also tun? Es gibt zwei Möglichkeiten:
1. Regelmäßig löschen
Mittels eines kleinen Scripts im Autostart kann man z.B. jedesmal den Inhalt des Flash-Cookie-Ordners löschen lassen. Unter Windows liegt er unter
C:\Dokumente und Einstellungen\USER_NAME\Anwendungsdaten\Macromedia\Flash Player\#SharedObjects
Exemplarisch poste ich eine BAT-Datei die diesen Job unter Windows erledigt:
@echo off
if exist "C:\Dokumente und Einstellungen\USER_NAME\Anwendungsdaten\Macromedia\Flash Player\#SharedObjects" goto ausgabe
echo Flash Cookie Verzeichnis nicht gefunden.
goto ende
:ausgabe
echo Verzeichnis gefunden
rmdir /s /q "C:\Dokumente und Einstellungen\USER_NAME\Anwendungsdaten\Macromedia\Flash Player\#SharedObjects\"
echo Verzeichnis geloescht
:ende
REM exit
Das Terminal-Fenster bleibt nach Ausführung offen. Um es automatisch schließen zu lassen muss in der letzten Zeile das REM gelöscht werden.
2. Rechte entziehen
Obige Lösung ist nicht optimal. Erstens verhindert sie das Setzen der Cookies nicht und zweitens muss ein zusätzliches Script ausgeführt werden. Besser ist es also diesen Müll erst gar nicht auf das System zu lassen. Achtung! Es könnte sein, dass manche Flash-Anwendungen dann nicht mehr funktionieren. Selbst habe ich jedoch noch keine Probleme gehabt. Youtube spielt keinen Sound mehr zu den Videos! Eine Frechheit. Ein Workaround findet sich im ersten Kommentar vom Jens. Bei Windows klickt man Rechts auf den Ordner #SharedObjects und wählt "Eigenschaften" und dann den Reiter "Sicherheit". Dort löscht man bei "Erweitert" jetzt am Besten alle Benutzer/Gruppen. Wie es aussehen soll, zeigt das erste Bild. Auf dem Mac geht es etwas einfacher. #SharedObjects markieren und Apfeltaste + i drücken. Dort entzieht man sich dann selbst die Rechte für diesen Ordner. Das zweite Bild sagt mehr als 1000 Worte.
In beiden Fällen kann der Vorgang leicht rückgängig gemacht werden, falls wider Erwarten doch Probleme auftauchen sollten. Ich freue mich über Feedback und Verbesserungsvorschläge.
Bisher sehr schwierig das herauszufinden. Mit dem Reverse IP Domain Check von you get signal ist es jedoch sehr einfach. Auf dem Server von Anderscht? liegen z.B. genau 111 andere Domains. Wobei sechs davon bereits mir gehoeren. Die Zahl muss natürlich nicht unbedingt stimmen. Falls eine Domain bei den Suchmaschinen unbekannt ist, so taucht sie nicht auf. Produziert aber sehr wahrscheinlich auch keine Last.
Gefunden bei Dr. Web.
Am Donnerstag waren wir mit dem Forschungscampus der Uni Passau unter der Leitung von Dr. Wutz bei Google in Zürich. Noch am Empfang unterzeichnet man eine NDA. Fotografieren ist sowieso verboten. Trotzdem bekommt man einen sehr offenen Einblick in das Unternehmen. Die Arbeitsbedingungen sind beeindruckend, dazu empfehle ich erst einmal dieses Video:
An allen Arbeitsplätzen finden sich entweder zwei 24” Schirme oder ein Riesenmonitor. Die ganze Atmosphäre ist offen, hell und ruhig. Eine Hierachie existiert praktisch nicht, alle sprechen Englisch und kommen und gehen wann sie wollen. Jeder Mitarbeiter bekommt einen Laptop und ein Google-Fahrrad. Getränke und das (vorzügliche) Essen sind umsonst. Praktisch ein Traumarbeitsplatz. Allerdings sollte man als Bewerber einiges drauf haben. Ein Drittel der Belegschaft in Zürich hat einen Doktor. Der Rest meist ein Diplom oder einen Master.
„Spesenabrechnung? Sowas haben wir nicht. Wir fahren einfach!“
In zwei Vorträgen und einer Runde mit relativ neuen Mitarbeitern wurden Fragen offen beantwortet, sowie ein paar coole MashUps vorgestellt, zum Beispiel das Flugradar Zürich.
„Der Google-Index kennt zigtausend verschieden Schreibweisen von Britney Spears.“
Man mag gegenüber der "Datenkrake" Google vielleicht Vorbehalte haben, letztendlich ist es jedoch ein gewinnorientiertes Unternehmen, das aus eigener Kraft, bzw. der Schwäche der Konkurenz in vielen Bereichen Marktführer wurde. Als Arbeitgeber auf jeden Fall topp. Mir ist keine Firma bekannt, die ein ähnliches Betriebsklima bietet.
Wem sich also die Chance bietet eine Google-Niederlassung von innen zu sehen, auf jeden Fall hinfahren!