Posts filed under 'Colitis Ulcerosa'
Untersuchungen im Dickdarm, bei CED oder Krebs sind bisher durch Endoskopie, für den Patienten unangenehm oder schmerzhaft, möglich. Beim Dünndarm wird es komplizierter, mit den bekannten Kamerapillen aber durchaus machbar. Diese Kameras liefern natürlich auch gleich Bilder aus dem Magen und Dickdarm. Der Nachteil daran ist die fehlende Kontrolle der Fortbewegung.
Italienische Forscher arbeiten jetzt an Prototypen von Robotern die durch die Inereien kriechen. Zwar befinden sich diese noch in einem sehr frühen Stadium, lassen aber die Möglichkeiten erahnen. Sie könnten nicht nur gezielt bewegt und gesteuert werden, sondern außer einer Kamera und dem Licht auch andere Werkzeuge mitnehmen. Auf der Seite gibt es ein Bild und vier Videos der Versuchsroboter. Es ist auf jeden Fall interessant wie sich die Entwickler an Insekten und Würmen orientieren.
Ich sehe jetzt noch drei ungelöste Probleme:
- Die Energieversorgung für die Bewegung ist aufwändiger als bei der Kamerakapsel.
- Die Bewegung könnte eventuell spürbar sein und dem Patienten unangenehm sein.
- Wer schluckt den Roboterwurm, falls er so groß bleibt :D?
Gefunden bei Slashdot.org
Juni 7th, 2006
Medizinische Wissenschaft berichtet von einem neuen Verfahren zur Erkennung von Darmkrebs bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn Patienten. Erkennt der Arzt während der Endoskopie unregelmäßigkeiten in der Darmwand, so kann er über das Laserendomikroskop ohne Entnahme einer Gewebeprobe feststellen, ob die Veränderung bösartig ist. Dies soll für den Patienten schonender sein. Wenn ich für mich selbst spreche, muss ich aber klar sagen, dass nicht die Entnahme der Gewebeproben das schlimme ist, sondern die Spiegelung selbst!
Zum Originalbericht.
Mai 5th, 2006
Diese Studie will ein Krebsrisiko beim Pouch festgestellt haben. Waehrend diese ueber den positiven Effekt von Kalzium auf Darmpolypen berichtet, der eventuell auch als Darmkrebsvorsorge gelten koennte.
Februar 14th, 2006
Und schon wieder ein Verweis auf die Tagesschau. In diesem Artikel wird die “Die dunkle Seite des Web 2.0″ beleuchtet.
Neue Dienste wie Flickr, Frappr und Co. ermoeglichen es den Nutzern scheinbar privat Bilder auszutauschen. Ebenso wie viele Blogs, in denen teilweise sehr persoenlich geschrieben wird (betrifft mich auch, dazu spaeter), oder sogar ueber die Firma oder den Chef geschimpft wird.
Das Problem dabei ist, dass den meisten Nutzern nicht bewusst ist wem all diese Informationen zugaenglich sind. Naemlich jedem! Solange es noch keine automatischen Auswertungsmoeglichkeiten gibt mag es noch kompliziert erscheinen. Eine einfach Googleanfrage nach einem Namen kann dem Personalchef aber oft sehr viel verraten! Es ist jedoch zu erwarten, dass Werbetreibende und andere mit schlimmeren Absichten mit der Aus- und Verwertung dieser “sozialen Web 2.0 Dienste” beginnen werden. Und dabei gilt nicht “Es gibt ja zuviele Daten. Die werden zugemuellt.”, sondern “Je mehr Daten, desto besser.”.
“Viele sind sich dessen gar nicht bewusst”, meint die Informatikerin Constanze Kurz von der Berliner Humboldt-Universität. “20 bis 23 Jahre alt” sind die Studenten in ihren Seminaren - eine Generation, die mit dem Internet groß geworden ist - und dabei “erstaunlich unbefangen” mit ihren persönlichen Daten umgeht, wie Kurz beobachtet.
Diese Aussage trifft nicht nur auf Angaben im Internet, sondern auch auf alle Bonus- und Sammelprogramme diverser Unternehmen. Datenschutz ist heute kein Begriff mehr, der in der Oeffentlichkeit kritisch hinterfragt wird. Daher kann er von der Regierung auch so leicht untergraben und geschwaecht werden.
Jetzt nochmal zu mir persoenlich. Mir ist durchaus bewusst, dass jeder der mein Blog liest ueber meine Colitis Ulcerosa informiert wird. Bei einer Einstellung mag das auch ein Hindernis sein. Jedoch haette ich gar nicht vor die Krankheit zu verschweigen. Ist auch zwecklos. Der Darm kommt raus und mit einem Stoma ist man offiziell behindert. Zwar schraenkt es praktisch nicht ein, aber eine Behinderung sollte (muss?) man angeben.
Vielmehr sollte in einem Blog auf eine sachliche Darstellung geachtet werden. Alles was man nicht persoenlich zu jemanden sagen kann, hat auch im Internet nichts verloren!
Februar 8th, 2006
Prodigy85 hat bei Forum des DCCV geschrieben, dass er auf Frappr.com eine Gruppe fuer uns CEDler eroeffnet hat. Mit diesem Dienst kann man virtuelle Stecknadeln in die Landkarte stecken. Einfach unten bei “Add yourself” den Namen und den Ort eintragen. Das ist auch die einzige Schwierigkeit, da man erst auf “Not in the US? Click Here” klicken muss. Und dann den Ort in folgendem Format angeben muss: Ort, Bundesland (englische Schreibweise) (Germany). Bei mir war das also “Passau, Bavaria (Germany)”, ohne Anfuehrungszeichen.
Natuerlich ist das ganze nicht auf Deutschland beschraenkt!
Januar 29th, 2006
Die Aerztezeitung schreibt dass der TNF-alpha-Blocker Infliximab bei schwerer Colitis Ulcerosa das schnellere Ausschleichen von Kortikoiden beguenstige und zu einer raschen klinischen Remissionen fuehren kann. Eine Zulassung von Infliximab zur Therapie bei schwerer CU sei beantragt.
Januar 29th, 2006
Gerde habe ich diesen Artikel ueber eine andere Methode zum Anlegen eines Stomas gelesen. Die Seite ist zwar nicht unbedingt unabhaengig, aber die Idee ist interessant, zumal die OP bei mir wohl ansteht. Im Grossen und Ganzen geht es um das Anlegen eines “Rueckschlagventils”, um die Lebensqualitaet entscheidend zu verbessern. Bei ca. 20.000 Betroffenen alleine in Deutschland waere dies wohl wuenschenswert. Zumal sich das Risiko einer Pouchitis verringert.
Gefunden habe ich diesen Artikel ueber das Blog von Bruno Raffa
Januar 27th, 2006
Bin mittlerweile wieder in Passau an der Uni. Habe von “Du siehst ja gar nicht krank aus.” bis “Du schaust schlimm aus.” alles gehoert :D. Das Schafkopfturnier musste wegen fehlenden Trainings ausfallen. Dafuer habe ich mit dem Otti beim Wohnheimkickerturnier am Thekenabend mitgemacht. Wir sind vierter geworden, da unser erstes Spiel gleich mit 6:0 an die alten und neuen Meister ging.
Pizzaessen mit dem Pizza im Padu ist nun fuer morgen, Freitag 13:00 Uhr geplant. Bitte noch kurz Bescheid geben wer kommen will.
Medikamententechnisch sieht es so aus: Mesalazin durch E. coli ersetzt. Das Ciclo soll ich, da der Spiegel zu niedrig war statt 100-0-75 auf 150-0-150 bringen. Das ist aber wohl zu hoch. Vielleicht lasse ich das mal zwischendrin messen.
Januar 19th, 2006
Ein kurzer Beitrag von zu Hause. Viel Schnee, Abendessen und Plaene fuer die Zukunft.
20:57
Bin mittlerweile wieder daheim in Osterhofen. Die Rueckfahrt war eine Katastrophe. Mein Vater hat schon doppelt so lange fuer die Hinfahrt gebraucht. Daher bin ich erst um halb sechs aus dem Krankenhaus weggekommen. Zwei Stunden hat die Rueckfahrt gedauert. Auf den Strassen war zentimeterweise Schnee.
Der Ciclospiegel war mit 49 viel zu niedrig. Was aber nicht sonderlich verwunderlich ist. Das gibt sich mit der Zeit schon. Zwar meinten die Docs noch ich soll meine Dosis mehr als verdoppeln, aber als ich vor ueber drei Jahren mal etwas hoeher gegangen bin habe ich fuerchterliche Kopfschmerzen gehabt. Kann ich im Moment nicht gebrauchen. Mal schauen.
Abendessen war heute a la Mama. Es gab Fleischpflanzl (aka Frikadellen) mit Kartoffelsalat.
Morgen muss ich dann noch zum Hausarzt, weil der die ganzen Medikamente aufschreibt. Aus dem Krankenhaus bekommt man ja nichts mehr mit. Das Resultat ist, dass bis morgen Nachmittag das Ciclosporin wegfaellt, weil die Apotheke mit Sicherheit erst bestellen muss.
Nach dem ganzen Krankenhausessen, dass wie gesagt nie schlecht war, habe ich trotzdem wieder Lust auf was Anstaendiges :D. Daher wuerde ich fuer Freitag Abend Padu vorschlagen. Wer dabei ist, sagt mit bitte bis Freitag Mittag Bescheid, damit ich weiss ob man reservieren muss.
Das wars dann auch fuer heute und diesen Klinikabschnitt. Das Blog wird in Zukunft keine zwei Beitraege pro Tag mehr bekommen :D. Wer aber trotzdem automatisch informiert werden will, wenn sich was tut, kann ja einfach den RSS Feed abonieren. Es werden bestimmt CU relevante Beitraege dabei sein. Aber auch technisches. Schliesslich bin ich ja Student der Informatik. Und vielleicht kommt morgen aus Passau noch ein kleiner Nachtrag.
Merci fuer das mitlesen und die ganzen netten Kommentare und E-Mails.
Januar 17th, 2006
Eine morgendliche Blutentnahme ist ein Akt, den ich anscheinend von seiner Gefaehrlichkeit bisher voellig unterschaetzt habe. Dann schreibe ich ueber alte und neue Nachbarn, Therapieaenderungen und das Mittagessen. Am wichtigsten ist aber wohl der Hickhack um meine Entlassung.
08:02
Heute bin ich sogar von einer Aerztin geweckt worden, um 07:27. Aber was fuer eine. Sie kam, um mir Blut abzunehmen, wegen dem Ciclospiegel. Das war mir klar. Sie bestand zweimal darauf, dass ich mich wieder hinlege. Im sitzen darf man kein Blut abnehmen. Eine Faust durfte ich auch nicht machen. Ausserdem durfte ich den Tupfer nicht selber draufdruecken. Nein sie muss ein riessen Plastikklebeband ueber das Teil und meinen ganzen haarigen Arm kleben. Weil offene Wunden im Krankenhaus immer schlecht seien. Von einer kleinen Nadel! Sie war offensichtlich nicht von meiner Blutabnahmeroutine ueberzeugt. Ich kann euch sagen, das runterreissen des Klebebands tat hoellisch weh. Blutdruck und Temperatur waren im Rahmen.
Der Araber neben mir ist schon ganz nervoes. Er packt bereits alles. Dabei hies es nur, er koenne heute heim. Heute ist noch lange. Ich fuer meinen Teil werde dem Doc bei der Visite aber auch sagen, dass ich heute entlassen werde. Vielleicht weiss er es noch gar nicht und laesst sich ueberrumpeln :D.
08:48
Zum Fruehstueck gabs die ueblichen Semmeln. Ausserdem zum ersten Mal seit zweieinhalb Jahren wieder 100mg Ciclosporin als Tablette. Da ich frueher schon geschrieben habe, dass die Teile sehr gross sind hier mal ein Bild.
Das grosse graue ist ca. 1.5cm lang. Ich habe zwar keine Probleme mit dem Schlucken, aber es sieht immer wild aus :D. Das andere ist Cortison in zwei Groessen und Imurek.
Der Araber duscht gerade zum zweite Mal. Der hat wohl noch was vor. Allerdings wuerde ich da jetzt auch gerne mal rein.
09:48
Soeben war der Stationsarzt und Dr. Buettner (ein Vizehaeuptling) da. Jetzt wirds noch einmal medizinisch. Das Fosamax nehme ich nicht, zwingen koennen sie mich ja nicht. Das Cortison wurde seit heute um fuenf mg reduziert und soll woechentlich bis auf zehn runter. Salofalk wird ab sofort durch E. coli ersetzt. Ausserdem soll noch eine Chirurgin vorbeischauen, damit ich mit der ueber die Unterschiede von Pouch/Stoma reden kann. So wie sich das anhoert gehen die davon aus, dass ich die naechsten Monate mit einem entzuendungsfreien Darm hier zur OP antrete. Davon bin ich noch nicht so ganz ueberzeugt. Das Ciclosporin soll ich weiternehmen. Der Buettner meinte, dass das durchaus so kurzfristig wirken koenne. Dann nehme ich es eben noch ein bisschen.
Ach ja, ich komme heute noch raus :D.
Wann genau ist aber noch nicht klar. Typisch Krankenhaus eben. Der Ciclospiegelwert kommt auch die naechste Stunde, oder so.
10:27
Draussen schneit es gerade quer. Bei -5 Grad und sehr starkem Wind sieht das sehr ungemuetlich aus.
11:31
Kaum war der Araber weg, das Bett war noch gar nicht neu gemacht, ist schon ein neuer Nachbar eingetroffen. Der hat in fuenf Minuten mehr gesagt, als der andere in acht Tagen. Ein MC Fall seit 25 Jahren. Aber 30 Zigaretten am Tag rauchen :eek:.
Bei mir gibt es noch nichts neues.
12:37
Immer noch kein Mittagessen. Der neue Nachbar saegt aber ganz gewaltig. Bin ich froh, dass ich raus komme. Sonst gaebe es hier drinnen noch einen Amoklauf wegen akuter Schlafprobleme.
13:09
Das Mittagessen war sehr nahrhaft. Broculisuppe und Chnocci mit Gemuese. Dazu etwas Salat.
Dann war ich gerade nochmal beim Stationsarzt. Er hat mit dem Prof. Rogler telefoniert. Der sagt ich muss noch bis Donnerstag da bleiben. Sie wollen den Spiegel laenger kontrollieren. Ausserdem sei ich viel zu frueh von der Infusion auf oral umgestellt worden. Eigentlich haette ich zwei Wochen dableiben sollen. Das Mesalazin soll ich auch weiternehmen. Wird wohl nicht so geschen. Genauso wenig wie ich noch dableibe. Also habe ich mich “gegen den Rat der Klinik” entlassen lassen. Tabletten einschmeissen kann ich zu Hause auch. Genauso wie Blut abnehmen.
Jetzt fehlt noch der Spiegel und die Entlassungspapiere vom Stationsarzt. Der mich im uebrigen sehr gut versteht. Er ist natuerlich nicht der Experte, wie er selber sat. Aber ich bin mein Eigener.
Das war dann hoffentlich der letzte Eintrag aus dem Krankenhaus, fuer dieses Mal. Der naechste heute Abend wird hoffentlich von Osterhofen aus gepostet.
Januar 17th, 2006
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