In einem Artikel zu deutschen Dialekten steht, dass nur noch magere 26 Prozent der Deutschen "eigentlich immer" Dialekt sprechen. In Bayern sind es noch 45%. Eine in meinen Augen sehr traurige Entwicklung. Ich selbst gehöhre zu diesen 45%. Leider merke ich auch bei mir einen Verfall des Dialekts. Fünf Jahre Preussen-Uni in Passau haben ihren Tribut gefordert. Trotzdem sind Mitstudenten hier des öfteren verwundert, wenn sie feststellen, dass ich hochdeutsch schreiben kann…
Nach einem Beschluss der bayerischen Landesregierung, soll es Schülern in Zukunft verboten sein das Handy in der Schule zu benutzen. Hintergrund ist der Fund von Gewalt- und Pornographievideos auf den Geräten einiger Schüler.
Zwar ist die Nutzung bereits jetzt im Unterricht verboten, wie man aber so hört beschränkt sich das auf das Telefonieren. SMS und Co wird fleissig genutzt. Jetzt soll ein eingeschaltetes Handy also generell nicht mehr auf dem Schulgelände erlaubt sein. Der Lehrerverband ist demgegenüber skeptisch. Es bekämpfe nicht das Problem, da ausserhalb der Schule genügend Zeit bleibt. Außerdem beklagen sie, dass eine vollständige Kontrolle nicht möglich sei.
Zweifelsohne sind dies zwei sehr gute Argumente. Man wird sehen ob sie ausreichen, um den Schnellschuss der Politik abzumildern, oder gar als Populismus ganz abzutun.
Positiv an einem solchen Verbot wäre aber der Wegfall des Sozialkillers Handy. Über was unterhalten sich Kinder heute an Schulen? Natürlich über das neuste Mobiltelefon und was es doch tolles kann. Es wird im Kreis gestanden und jeder hat sein Telefon in der Hand. Wenn man das weglassen würde und sich einmal ohne unterhält wird es wohl keinem schaden. Bis vor sechs oder sieben Jahren ging das doch auch.
Wenn die Politik also etwas sinnvolles und nachhaltiges beschließen will, wie wäre es mit einem Fach Medienpädagogik? Darin könnte man gleich noch etwas zum richtigen Umgang mit dem Internet lernen. Aber dafür müsste man ja etwas anderes streichen oder kürzen. Mir fällt auch gleich was ein: Latein.