Untersuchungen im Dickdarm, bei CED oder Krebs sind bisher durch Endoskopie, für den Patienten unangenehm oder schmerzhaft, möglich. Beim Dünndarm wird es komplizierter, mit den bekannten Kamerapillen aber durchaus machbar. Diese Kameras liefern natürlich auch gleich Bilder aus dem Magen und Dickdarm. Der Nachteil daran ist die fehlende Kontrolle der Fortbewegung.
Italienische Forscher arbeiten jetzt an Prototypen von Robotern die durch die Inereien kriechen. Zwar befinden sich diese noch in einem sehr frühen Stadium, lassen aber die Möglichkeiten erahnen. Sie könnten nicht nur gezielt bewegt und gesteuert werden, sondern außer einer Kamera und dem Licht auch andere Werkzeuge mitnehmen. Auf der Seite gibt es ein Bild und vier Videos der Versuchsroboter. Es ist auf jeden Fall interessant wie sich die Entwickler an Insekten und Würmen orientieren.
Ich sehe jetzt noch drei ungelöste Probleme:
- Die Energieversorgung für die Bewegung ist aufwändiger als bei der Kamerakapsel.
- Die Bewegung könnte eventuell spürbar sein und dem Patienten unangenehm sein.
- Wer schluckt den Roboterwurm, falls er so groß bleibt :D?
Gefunden bei Slashdot.org
Juni 7th, 2006
Diese Studie will ein Krebsrisiko beim Pouch festgestellt haben. Waehrend diese ueber den positiven Effekt von Kalzium auf Darmpolypen berichtet, der eventuell auch als Darmkrebsvorsorge gelten koennte.
Februar 14th, 2006
Und schon wieder ein Verweis auf die Tagesschau. In diesem Artikel wird die “Die dunkle Seite des Web 2.0″ beleuchtet.
Neue Dienste wie Flickr, Frappr und Co. ermoeglichen es den Nutzern scheinbar privat Bilder auszutauschen. Ebenso wie viele Blogs, in denen teilweise sehr persoenlich geschrieben wird (betrifft mich auch, dazu spaeter), oder sogar ueber die Firma oder den Chef geschimpft wird.
Das Problem dabei ist, dass den meisten Nutzern nicht bewusst ist wem all diese Informationen zugaenglich sind. Naemlich jedem! Solange es noch keine automatischen Auswertungsmoeglichkeiten gibt mag es noch kompliziert erscheinen. Eine einfach Googleanfrage nach einem Namen kann dem Personalchef aber oft sehr viel verraten! Es ist jedoch zu erwarten, dass Werbetreibende und andere mit schlimmeren Absichten mit der Aus- und Verwertung dieser “sozialen Web 2.0 Dienste” beginnen werden. Und dabei gilt nicht “Es gibt ja zuviele Daten. Die werden zugemuellt.”, sondern “Je mehr Daten, desto besser.”.
“Viele sind sich dessen gar nicht bewusst”, meint die Informatikerin Constanze Kurz von der Berliner Humboldt-Universität. “20 bis 23 Jahre alt” sind die Studenten in ihren Seminaren - eine Generation, die mit dem Internet groß geworden ist - und dabei “erstaunlich unbefangen” mit ihren persönlichen Daten umgeht, wie Kurz beobachtet.
Diese Aussage trifft nicht nur auf Angaben im Internet, sondern auch auf alle Bonus- und Sammelprogramme diverser Unternehmen. Datenschutz ist heute kein Begriff mehr, der in der Oeffentlichkeit kritisch hinterfragt wird. Daher kann er von der Regierung auch so leicht untergraben und geschwaecht werden.
Jetzt nochmal zu mir persoenlich. Mir ist durchaus bewusst, dass jeder der mein Blog liest ueber meine Colitis Ulcerosa informiert wird. Bei einer Einstellung mag das auch ein Hindernis sein. Jedoch haette ich gar nicht vor die Krankheit zu verschweigen. Ist auch zwecklos. Der Darm kommt raus und mit einem Stoma ist man offiziell behindert. Zwar schraenkt es praktisch nicht ein, aber eine Behinderung sollte (muss?) man angeben.
Vielmehr sollte in einem Blog auf eine sachliche Darstellung geachtet werden. Alles was man nicht persoenlich zu jemanden sagen kann, hat auch im Internet nichts verloren!
Februar 8th, 2006
Prodigy85 hat bei Forum des DCCV geschrieben, dass er auf Frappr.com eine Gruppe fuer uns CEDler eroeffnet hat. Mit diesem Dienst kann man virtuelle Stecknadeln in die Landkarte stecken. Einfach unten bei “Add yourself” den Namen und den Ort eintragen. Das ist auch die einzige Schwierigkeit, da man erst auf “Not in the US? Click Here” klicken muss. Und dann den Ort in folgendem Format angeben muss: Ort, Bundesland (englische Schreibweise) (Germany). Bei mir war das also “Passau, Bavaria (Germany)”, ohne Anfuehrungszeichen.
Natuerlich ist das ganze nicht auf Deutschland beschraenkt!
Januar 29th, 2006
Samstag mittag schreibe ich ueber die Loesung des Temperaturproblems, neue Probleme mit meiner Verkabelung und die Parole “Weitermachen!”. Zudem geht es um das Morgengebet, viel Gepiepse und wieder echt sibirische Nudelsuppe.
09:07
So wie es aussieht ist am Wochenende kein offizielles Wecken, es kommt einfach das Fruehstueck. Das heisst man kann theoretisch 45 Minuten laenger schlafen. Wenn ich nur koennte. Der kurze Infusionsschlauch ist echt hinderlich. Man kann sich nicht einmal umdrehen. Aber auf dem Arm liegen geht auch nicht, weil dann der Zugang schmerzt. Dafuer habe ich jetzt Kreuzweh (Bayrisch fuer Rueckenschmerzen). Ein einfaches Wechseln des T-Shirts geht auch nicht :(. Zum Fruehstueck gabs wieder die Semmeln, die keine sind. Immer noch besser als irgendwelche Broetchen :D.
Die Raumtemperatur ist jetzt eher auf meinem Niveau. Der Nachbar hat sich zwar gestern noch einmal beschwert. Aber dann bin ich fuer ihn zur Nachtschwester und habe das Problem geschildert. Eine sehr resolute Frau muss ich sagen, aus Polen, glaub ich. Die hat ihm sofort eine zweite Decke gebracht und sehr energisch uebergezogen :D. Und dann die Heizung abgedreht.
Mit meinem Infusionsstaender habe ich mich noch in der Toilette eingesperrt. Beim Anheben von dem Teil, um moeglichst ohne Piepsen ueber die Schwelle zu kommen kann sich der obere Teil teleskopartig ausfahren. Dann war er ploetzlich zu hoch fuer die Tuere und nichts ging mehr. Ich wuerde mich jetzt zwar nicht als ungeschickt bezeichnen, bin aber nicht auf den Trick gekommen. Die Loesung ist dann nicht ganz so erstaunlich wie die meines Tresorwuerfels.
Jetzt warte ich mal, bis der Nachbar eintaegig beurlaubt wird und ob mich heute irgend ein Arzt beehrt, um die Parole “Weitermachen!” zu verbreiten. Zudem bekomme ich Besuch von meinem Vater, dem ich schon einen Pass besorgt habe. Der Deckname ist: *arabischeschriftzeichen*.
09:51
Nachbar has left the building. Da lege ich doch gleich eine Elvis Nummer auf: Blue Suede Shoes.
Mein Doc von zu Hause hat auch gerade eine Mail geschrieben. Da will ich euch einen Satz nicht vorenthalten :D:
“Erstaunt bin ich schon, daß erst ein Araber daherkommen musste, um dich vom echten, naturnahmen, ursprünglichen, regierungspartei-konformen bayerischen Liedgut auf Bayern 1 zu überzeugen. Mir geht das Herz auf, wenn ich nur daran denke, daß Thomas (oder heißt er Stefan) Mross auf der Trompete bei euch im Zimmer das Morgengebet anbläst.”
11:01
Gerade war der Wochenendearzt da. Ergebnis siehe oben..
11:57
Puenktlich nach 20 Stunden ist die erste Infusion durchgelaufen und die Pumpe piepst alle zwei Minuten. Gerade hat wohl keiner Zeit fuer mich :(. Ich werde auf jeden Fall eine Verlaengerung beantragen. Mal schauen wie lange der Zugang noch herhaelt. Es faengt schon wieder an dick zu werden.
13:04
Die Pumpe hat ca. 20 mal gepiepst, bis das Mittagessen gekommen ist. Dann wurde ich kurz entkoppelt. Es gab das gleiche wie gestern, nur das Gemuese war anders. Und die Suppe! So wie es aussieht liest Chodorkowski in Sibirien mein Blog mit und hat seine Beziehungen spielen lassen. Man konnte heute wirklich von einer _Nudel_suppe sprechen, nicht nur von heissem Wasser.
Die Schwester hat mir gerade den neuen Infusionsbeutel hingehaengt. Eine PVC-freie Verlaengerung hat sie aber noch nicht aufgetrieben. Daher bin ich nach wie vor kurz angebunden.
Januar 14th, 2006