Viele haben es schon lange erwartet und nun ist es soweit. Auch Google will einen Browser auf den Markt schmeißen. Technisch handelt es sich um eine Mischung aus WebKit- und Mozilla-Code. Aber nur auf den ersten Blick. Zwar gibt es die Software noch nicht zu begutachten, aber einen Comic zur Software. Der ist schön gezeichnet und gleichzeitig voller Details zur Vorgehensweise der Programmierer. Am Besten ist die visuelle Erklärung von Fuzzy-Testing auf Seite 10! Wirkliche Neuerungen sind:
V8, eine echte Java-Script VM
Jeder Tab ist ein eigener Prozess
echtes Sandboxing, mit Ausnahme von Plugins. Mit deutlichem Hinweis an die Herstellern dieser Plugins ihr Konzept zu überdenken
Wenn das alles so stimmt und umgesetzt werden kann, fragt man sich durchaus warum da nicht schon früher jemand drauf gekommen ist.
Der Chrome-Comic ist 38 Seiten lang und etwas Vorbildung sollte man mitbringen, um die technischen Details zu verstehen. Hat man diese, so erlebt man gleichzeitig ein bischen IT-Projektmanagement.
Dass mich der Google-Browser von Opera wegholen kann glaube ich vorerst nicht. Aber Konkurrenz belebt das Geschäft. Microsoft hat mit der Beta des Internet Explorer 8 ebenfalls wieder etwas vorgelegt. Es stellt sich nur die Frage, ob es in Chrome einen Werbeblocker geben wird :D.
Ich nutze einen GMail-Account, um meine Google-Dienste zu verwalten. Unter anderem habe ich auf ein paar Stichwörter Google-Alerts geschaltet. Wenn der Spider also neue Seiten mit diesen Wörtern findet, so werde ich benachrichtigt. Leider musste ich gestern feststellen, dass sämtliche Alerts der letzten Zeit als Spam klassifiziert wurden. Google findet E-Mails von sich selbst seien Spam. Ein Schelm wer böses dabei denkt…
Am Donnerstag waren wir mit dem Forschungscampus der Uni Passau unter der Leitung von Dr. Wutz bei Google in Zürich. Noch am Empfang unterzeichnet man eine NDA. Fotografieren ist sowieso verboten. Trotzdem bekommt man einen sehr offenen Einblick in das Unternehmen. Die Arbeitsbedingungen sind beeindruckend, dazu empfehle ich erst einmal dieses Video:
An allen Arbeitsplätzen finden sich entweder zwei 24” Schirme oder ein Riesenmonitor. Die ganze Atmosphäre ist offen, hell und ruhig. Eine Hierachie existiert praktisch nicht, alle sprechen Englisch und kommen und gehen wann sie wollen. Jeder Mitarbeiter bekommt einen Laptop und ein Google-Fahrrad. Getränke und das (vorzügliche) Essen sind umsonst. Praktisch ein Traumarbeitsplatz. Allerdings sollte man als Bewerber einiges drauf haben. Ein Drittel der Belegschaft in Zürich hat einen Doktor. Der Rest meist ein Diplom oder einen Master.
„Spesenabrechnung? Sowas haben wir nicht. Wir fahren einfach!“
In zwei Vorträgen und einer Runde mit relativ neuen Mitarbeitern wurden Fragen offen beantwortet, sowie ein paar coole MashUps vorgestellt, zum Beispiel das Flugradar Zürich.
„Der Google-Index kennt zigtausend verschieden Schreibweisen von Britney Spears.“
Man mag gegenüber der "Datenkrake" Google vielleicht Vorbehalte haben, letztendlich ist es jedoch ein gewinnorientiertes Unternehmen, das aus eigener Kraft, bzw. der Schwäche der Konkurenz in vielen Bereichen Marktführer wurde. Als Arbeitgeber auf jeden Fall topp. Mir ist keine Firma bekannt, die ein ähnliches Betriebsklima bietet.
Wem sich also die Chance bietet eine Google-Niederlassung von innen zu sehen, auf jeden Fall hinfahren!
Mitlerweile kennt sie jeder, nur unter anderem Namen: Gadgets, Widgets und wie die Varianten alle heißen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis diese kleinen Helfer, oder auch Spielereien, Ziel von Attacken werden. Eine erste Sicherheitslücke ist nun publik geworden. Google hat bereits reagiert.
Quelle: Macnews.de.
Beim Google Web Toolkit handelt es sich um eines der zahlreichen AJAX Frameworks. Deren gibt es hunderte. Alleine bei Sourceforge.net finden sich im Moment 108 kostenlose. Das macht die Auswahl und den Einstieg schwierig.
Jedoch dürfte klar sein, dass sich der Markt sehr schnell konsolidieren wird und sehr wahrscheinlich nur eine Hand voll relevanter Implementierungen übrig bleiben werden. Dazu zähle ich neben dem von Yahoo und dem bisher nicht veröffentlichten von Microsoft auch das Google Web Toolkit. Die Besonderheit an diesem Framework ist, dass keine einzige Zeile Javascript geschrieben werden muss. Man produziert praktisch alles in Java und hat dadurch viele der Vorteile der mächtigen plattformunabhängigen Sprache.
Wie das aussieht und was damit alles machbar ist findet sich, erstaunlicherweise wieder einmal bei IBM. Desweiteren handelt es sich um ein umfangreiches Tutorial: Google Web Toolkit Tutorial.
Ich selbst stehe dem AJAX Hype eher kritisch gegenüber und habe bisher auch fast nichts damit gemacht und erst recht nicht in Seiten eingebaut. Ungelöste Usability-Fragen (Zurück Button!) und nicht vorhandene Barrierefreiheit sind für mich ein Ausschlusskriterium. Hinzu kommt, dass bisher nicht klar ist wer sich letztendlich durchsetzen wird. Google hat in der jüngeren Vergangenheit jedoch gezeigt, dass Durchsetzen eine ihrer Stärken ist.
Der Spiegel berichtet von einem neuen Modell des Google Werbesystems AdWords welches im Moment wegen Wartungsarbeiten nicht erreichbar ist. Bisher zahlte der Werbende pro Klick. Jetzt hat er die Wahl zwischen dem alten Modell und dem "Cost per action" Abrechnungsverfahren. Dann zahlt der Werbende nur wenn auch ein Kauf zustande kommt. Wie das überprüft werden soll ist mir noch nicht ganz klar. Wahrscheinlich geht es nach einem ähnlichen Verfahren wie Google Analytics. Dort kann man bestimmte Aktionen des Surfers als Kauf definieren und sich so den Umsatz berechnen lassen.
In wie weit das die AdSense-Betreiber, also auch mich betrifft, ist noch nicht absehbar. Zwar sollte die Provision bei einem Kauf höher ausfallen, jedoch kann man dann nicht etwa ein bis füf Prozent Klickrate, sondern Klickrate * Kaufrate rechnen. Und dann kommt wohl eine ziemlich kleine Zahl heraus.
Heise berichtet über die aktuelle Verteilung des Martkanteils der großen Suchmaschinen. Während in den USA Google mit 44,1 %, gefolgt von Yahoo (27,9 %) und MSN (12,9 %) führt, sieht es in Deutschland noch deutlicher aus. Die Reihenfolge unter den ersten Drei ist die Gleiche. Nur die Werte sehen so aus: 84,7 %, 4,3 % und 4,1 %. Google wächst also weiter, obwohl die Konkurrenten technisch mittlerweile gleichgezogen sind, oder bessere Alternativen bieten. In meinem Blog sieht es im Monat Mai 2006 so aus: Google 98.1 %. Die anderen Beiden tauchen gar nicht auf! Das liegt wohl etwas an der technischen Ausrichtung des Blogs. Diesen Monat ist Yahoo zumindest mit bisher 1.1 % dabei.
Interessant ist noch die Geschichte von Slashdot. TechWeb nach landen 80 % der Suchanfragen aus dem Hause Microsoft bei Google. Bei Yahoo sind es immerhin noch 64 % und bei Google ganze 100%! Bei der Firmenpolitik Googles kann man sich das denken. Wer eine andere Suchmaschine nutzt wird wohl gefeuert :D.
Dr. Web berichtet von Naymz. Dieser neue Web 2.0 Dienst bietet die Erstellung eines Profils für jeden Nutzer an. Das ist an und für sich nichts Neues. Allerdings kann man zum Preis von nur 4,95 US Dollar eine Anzeige bei den Suchmaschinen Google, Yahoo und AOL schalten lassen. Dieser Sponsored Link wird dann bei der Suche nach "Mein Name" ganz oben in der Ergebnisliste geführt. Wenn man jetzt davon ausgeht, dass z.B. mein Name bei Google AdWords nichts wert ist :D, es wird keine Werbung geschaltet, so kostet ein Klick auf die Anzeige ca. 10 Cent. Geht man weiter davon aus, dass praktisch kein Mensch nach dem Namen sucht, außer vielleicht wegen dem Grünen Mathias Wagner im hessichen Landtag, so verdient Naymz sogar an dem Modell. Vorausgesetzt es finden sich genügend "Ego-Googler", wie Kalyxo sie nennt.
Hat man jetzt aber einen Namen wie "Sehr Berühmt" wird es sehr schnell sehr teuer. In dem Fall wird der Account von Seiten Naymzs wohl gekündigt, oder die Views begrenzt. Was passiert aber wenn ich ein Profil mit "MeinTolles Produkt" als Namen anlege? Ich denke nicht, dass die Namen auf Plausibilität überprüft werden. Wie denn auch? Es wird nicht lange dauern, bis sich jemand findet und das ausprobiert. Und wenn die Views nicht begrenzt werden ist es quasi eine Werbe-Flatrate. Zumindest so lange bis der Account gelöscht wird.
In meinem Artikel Was mit Fotos alles gebastelt und gestaltet werden kann gewichtet Google AdSense anscheinend die Wörter "basteln" und "gestalten" sehr hoch. Das ist erst einmal nicht verwunderlich, soll doch contentspezifische Werbung eingeblendet werden. Nur wer und vor allem was so alles AdWords nutzt ist doch immer wieder amüsant. Mir ist auf jeden Fall diese Anzeige aufgefallen:
Gut, ich gebe zu, dass der Bauchabdruck zum Selbermachen für Schwangere inklusive 3D Hand eine gewisse Nähe zum basteln hat, jedoch ist mir die Zielgruppe dann doch etwas fremd :D. In meiner Familie hat das noch keiner gemacht.
Über diesem Text habe ich noch einen extra AdSense Kasten geschaltet. Vielleicht taucht da der Link noch einmal auf, falls das jemanden interessiert :D. Ich selbst habe nicht geklickt, da es den AGBs widerspricht.
ars technica beschreibt wie man an das neue, noch nicht offiziell vorgestellte Ergebnisinterface von Google kommt. Es sieht nicht viel anders aus als jetzt. Mit einem kleinen aber entscheidenden Unterschied. Links ist nun eine Leiste in der die Top-Google-Dienste aufgeführt sind. Dies sind Web, Images, Groups, News, Froogle und Local. Bisher waren die über dem Suchfeld angeordnet. Ausserdem kann man dort auch schnell die “Erweiterten Suchoptionen” auswählen. Mir ist die jetztige Position zu unpassend. Was mir ebenfalls noch auffällt ist die Einblendung des Googlemail Accounts rechts oben, sofern man einen hat. Ähnlich wie bei Adsense oder eben Googlemail selbst.
Was Google damit, außer der Weltherrschaft :D, bezwecken will ist noch nicht ganz erkennbar. Jedenfalls rückt das gesamte Layout etwas nach oben. Somit ist auf der Seite mehr Platz und auch die Googleanzeigen rutschen nach oben.
Die Beschreibung von ars technica liefere ich auch noch in Deutsch. Man geht auf Google.com, oder Google.co.uk und kopiert diesen String in die Adresszeile des Browsers. Nicht in das Suchfeld!
Es muss daruaf geachtet werden, dass der String keine Leerzeichen enthält. Jetzt Enter drücken. Es erscheint eine Javascript Meldung, die man einfach mit OK wegklickt. Ab sofort kann eine ganz normale Suchanfrage gestellt werden.
Das Problem ist, zumindest in Deutschland, dass Google Anfragen an Google.com einfach an Google.de umleitet. Wenn man also dies nicht umgehen kann, zum Beispiel mit Opera, dann kann dieser String verwendet werden: