Macuser.de zensiert und loescht Beitraege

Macuser.de hat eine sehr seltsamme Auffassung von Meinungsfreiheit. In den Forenregeln heißt es:

Das derzeitige Urheberrecht verbietet das Umgehen eines Kopierschutzes und des illegalen Downloads aus dem Internet. Daher dulden wir keine Hinweise (Nennung) und Tipps auf Programme, mit denen dies möglich ist. Dazu gehören auch sämtliche Filesharing-Programme…
Auch wenn Filesharing nicht unbedingt illegal sein muss, wollen wir nicht, dass Hinweise auf P2P-Programme im Zusammenhang mit macuser-Seiten zu finden sind (per Suchmaschinen).

Diese Auffassung ist für mich unverständlich. Zumal illegale Downloads mit jedem Browser möglich sind. Opera hat BitTorrent integriert, für Firefox gibt es Plugins. Ein Kopierschutz von Musik-CDs wird von Mac OS X meist völlig ignoriert. Also am Besten man schließt gleich das ganze Forum.
Genau das habe ich heute Nachmittag in einem Beitrag geschrieben, indem ein User um Hilfe bei der Installation von Azureus gebeten hat und bereits wieder darauf hingewiesen wurde wie böse das doch sei. Bereits jetzt ist der gesamte Thread spurlos verschwunden!
Ich verstehe, dass sich ein Forenbetreiber schützen und bei konkreten Rechtsverletzungen wie der Verlinkung geschützen Materials, oder dem Posten von Serials eingreifen muss. Das Löschen eines Beitrags zu Installationsproblemen eines Java-Programms, mit dem ich persönlich gerade noch die Ubuntu 7.10 DVD absolut legal verteile, ist jedoch voreilige Zensur.
Anscheinend bin ich der einzige den das stört. Vielleicht sind Mac-Nutzer einfach daran gewöhnt. Apple zensiert gerne einmal unliebsamme Beiträge in den Discussion-Boards. Beides halte ich für falsch.
Daher: bei Macuser.de finden sich keine Beiträge zu Azureus, BitTorrent, eMule oder anderen "illegalen" Dingen. Sie werden (meist) unbegründet zensiert. Mal schauen ob sich Google meinen Hinweis zu Herzen nimmt.

1 comment Oktober 26th, 2007

Digitale Demenz

Ein Phänomen, dass ich für mich leider absolut bestätigt sehe.

Add comment Oktober 12th, 2007

Internet Helpdesk Mitarbeiter

Davon gibt es zwei Arten. Zum einen die Unfähigen und zum anderen die armen Schweine. Der kanadische Kabarettist Wes Borg spielt letzteres:

Noch besser ist der Kurzfilm von Amyn Kaderali: Call Center. Leider ist der Server gerade down?

Add comment August 14th, 2007

Lesen bildet, Hoeren haelt auf

Ben Schwan von Technology Review berichtet in seinem Blog über ein großes Problem der Podcasts. Gesprochene Inhalte muss man komplett hören und kann sie mangels Spracherkennung (noch) nicht durchsuchen. Text hat diese Einschränkung nicht. Zudem geschieht Informationsaufnahme per Text wesentlich schneller, selbst wenn nur der gewünschte Teil gehört wird.
Ich selbst bin zwar ein Audio-Typ und profitiere von Sprache sehr. Zum Beispiel in Vorlesungen. Ein ganzes Skript anhören geht jedoch nicht. Nicht zuletzt wegen der ganzen Mathe-Formeln. Das Medium Podcast nutze ich trotzdem nicht.

Add comment August 13th, 2007

Acrobat Reader Update: So nicht!

Ein Beispiel wie man es nicht machen soll, kommt heute von Adobe. Der Adobe Reader 8.1 teilte mir mit, dass ein Update bereitstehen würde. Ich klicke auf jetzt laden und dann passiert folgendes:

  • Der Internet Explorer wird geöffnet und nicht mein Standardbrowser.
  • Die Adobe Photoshop Album Starter Edition soll mir untergeschoben weden. Weggeklickt.
  • Auf der nächsten Seite die Google Toolbar. Weggeklickt.
  • Der Download klappt nicht, weil ein ActiveX Steuerelement installiert werden soll.

Wenn der Reader schon keine eigene Updateroutine ohne Umweg über den Browser mitbringt, warum dann der ganze Schwung an unerwünschter Zusatzsoftware. Und warum kann der Download nicht einfach starten? Um so schlimmer, da Adobe auf PDFs praktisch ein Monopol hat. Pfui. Beim nächsten Mal bitte besser machen.

Add comment Juni 20th, 2007

Was taugt eBay noch?

Der Spiegel hat einen äußerst kritischen Artikel zu eBay: EBAY-ENTTÄUSCHUNG
Und Tschüss!
. Der Autor Konrad Lischka rechnet regelrecht mit dem Onlineauktionshaus ab. Das schlimmer daran ist: er hat Recht. Schnäpchen finden sich bei eBay in der Regel nicht mehr. Im Gegenteil. Oft werden für Neuwaren höhere Preise als im Einzelhandel erzielt. Hinzu kommen die vielen rechtlichen Streitereien. Ich selbst war dem eBay-Wahn nie verfallen. In über sieben Jahren Mitgliedschaft habe ich gerade einmal knapp 50 Transaktionen getätigt. Dabei waren ausgehende Links die größten Probleme und PayPal nutze ich aus Prinzip nicht.
Deswegen eBay den Rücken zu kehren halte ich für überzogen. Jedoch sollte man sich Preise, Anbieter und Bedingungen sehr genau ansehen und im Zweifel dem Rausch des Bietens widerstehen.

Add comment Mai 13th, 2007

Politiker, Internet und Kompetenz

In letzter Zeit kommen unsere "Volksvertreter" mit ganz vielen Vorschlägen zum Internet an. Da muss reglementiert, auf Vorrat gespeichert, zensiert und ausspioniert werden. Schlimm an der Sache ist die fehlende Qualifikation der Fordernden. So hat bis heute niemand erklären können wie denn der Bundestrojaner nun genau funktionieren soll. Denn außer Herrn Schäuble wird die Trojaner-E-Mail wohl sonst niemand öffnen. Der neueste Knaller stammt von unserem Bundeswirtschaftsminister Glos:

"Ich habe Gott sei Dank Leute, die für mich das Internet bedienen."

Gott sei Dank sagt man in Bayern wenn man über etwas sehr froh ist. Der Wirtschaftsminister ist also sehr froh eine Schlüsseltechnologier, ohne die die "Wirtschaft" überhaupt nicht mehr existieren würde, nicht bedienen zu müssen. Zugegeben: Das Internet kann ich auch nicht bedienen. Aber einen Großteil der im Internet angebotenen Dienste.

Quelle und Video.

Add comment März 22nd, 2007

Schaeuble liest IT-Branche die Leviten, ein Ueberblick ueber das Risiko Internet

Wie die Tagesschau berichtet hat der Bundesinnenminister Wolfang Schäuble die Initiative "Deutschland sicher im Netz" kritisiert. Es seien umfangreichere und tiefergehende Maßnahmen nötig, denn die Sicherheitslage sei prekär. Lesern des Heise Newstickers oder ähnlichen Seiten ist das nichts neues.
In Anwesenheit des Telekom-Vorstandschefs Kai-Uwe Ricke sowie Microsoft-Chef Steve Ballmer sagte Schäuble: "Die Internet-Wirtschaft muss ihr Augenmerk vermehrt auf die Sicherheit ihrer Produkte richten." Die Aufklärung der Bürger über Risiken laufe sonst ins Leere. Soweit durchaus richtig und auch berechtigt. Dann wird es aber, in meinen Augen, etwas inkompetent.
Damit meine ich nicht einmal die ausbleibende Unterscheidung von "schwarzen" und "weißen" Hackern sondern dieses Zitat:

“Wer mit seinem Auto am Straßenverkehr teilnimmt, schützt sich durch einen Sicherheitsgurt und eine angemessene Fahrweise. Und wer mit seinem Rechner im Internet surft, muss sich mit wirkungsvoller Software und einem verantwortungsbewussten Umgang mit dem Internet schützen.”

Genau hier setzt meine Kritik an. Für die Teilnahme am Straßenverkehr ist ein Führerschein nötig! Ins Internet kommt jeder ohne Nachweis irgendwelcher Kenntnisse. Jetzt ist ein solcher Nachweis weder sinnvoll, noch durchsetzbar. Es gibt auch nicht angeschnallte Autofahrer mit unangemessener Fahrweise. Auf jeden Fall nötig ist aber, dass der Bürger um die Gefahren weiß und wie er sich davor effektiv schützen kann. Die Wirtschaft kann und muss dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Dieser muss aber über die Strichzeichnung von Festungsmauern um Computer, wie in der aktuellen Microsoft Werbung, hinausgehen. Obwohl ich diesen Spot täglich vor der Tagesschau sehe, kenne ich nicht einmal die URL die darin genannt wird. Und ich habe sie auch noch nie angesurft.
Sinnvoller und wohl auch effektiver wäre die Grüdung eines Faches Medienpädagogik, wie schon in meinem Artikel Handy-Verbot an Bayerns Schulen? vorgeschlagen. Darin liese sich problemlos die Thematik Internet einbinden.
Die Wirtschaft muss zweifelsohne mehr Augenmerk auf sichere Software legen. Jedoch ist Sicherheit primär eine Designentscheidung. Ist das Design schlecht hilft auch noch so sorgfältiges programmieren nicht. Und derzeit wird vor allem der viel gescholtene Microsoft Internet Explorer nur immer wieder gepatcht, anstatt die eigentlichen Probleme, wie die tiefe Integration ins Betriebssystem, anzugehen.
Man darf auch nicht vergessen, dass der Bereich Sicherheit mittlerweile ein mächtiger Industriezweig geworden ist, der an der Unsicherheit der Benutzer sehr gut verdient. Es wird einem gesagt, dass Software wie Virenscanner, eine Personal Firewall und ein Spyware Tool absolute Pflicht seien. Im Einzelfall stimmt das auch. Nur reißt genau derartige Software selbst teilweise große Lücken.
Ebenso problematisch: die Phisingwelle. Diese Mails werden immer rafinierter und sind teilweise äßerst seriös gemacht. Ich mache einem normalen Internetnutzer da fast keinen Vorwurf mehr. Auch hier trägt die Wirtschaft, allen voran die Banken eine nicht unerhebliche Teilschuld. Obwohl vor Jahren progagiert hat die digitale Signatur noch nicht Einzug gehalten. E-Mails sind nicht signiert, um dem Benutzer Echtheit zu garantieren. Teilweise versenden Firmen wie PayPal, oder eBay selbst E-Mails mit ähnlich lautenden Anweisungen. Und wir haben es bei Phishing nur mit einer Vorstufe zu tun!
Beim sogenannten Pharming wird mittels DNS Cache Poisoning, das DNS so manipuliert, dass der Nutzer auch bei manueller Eingabe von www.meine-bank.de auf einer fremden Seite landet. Und das kann selbst ein Profi nicht mehr ohne weiteres erkennen.
Die Liste mit Sicherheitsrisiken im Internet liese sich problemlos weiter fortsetzen. Wenn die Nutzer aber ein Mindestmaß an Wissen um Sicherheit im Netz haben, würde ein beachtlicher Teil dieser Risiken hinfällig. Und das Vertrauen in das Medium Internet könnte wieder steigen. Wie dieses Wissen jedoch vermittelt werden soll ist das eigentliche Problem. Und mir ist leider auch kein Königsweg bekannt. Allerdings bin ich nach wie vor der Ansicht, dass in der Schule begonnen werden muss.

Add comment April 28th, 2006

Buerger CERT online

Seit heute ist das Bürger CERT online. “Cert” steht für “Computer Emergency Response Team”. Ein CERT gibt es beim BSI schon länger, das Bürger CERT wendet sich aber ausdücklich an den normalen, technisch nicht versierten Nutzer.
Es empfiehlt sich einfach die Newsletter zu abonnieren, um über aktuelle Sicherheitshinweise informiert zu sein und um angemessen darauf reagieren zu können. Auch wenn man, so wie ich, laufend Heise oder vergleichbare Seiten mit liest, kann das nicht schaden.
Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Seite vor allem bei den primär angesprochenen Laien herumspricht, um die, Schätzungen zu Folge mehrere 100.000, bereits verseuchten Rechner wieder sauber zu bekommen. Oder zumindest Neuinfektionen zu verhindern. Dadurch würde das Netz ein Stück sicherer und bliebe von noch mehr Spam, Spyware und DoS Attacken verschont.
Bericht in der Tagesschau
Bericht bei Heise.de

5 comments März 2nd, 2006

Internetbeschwerdestelle fuer Spam unterscheidet Spam von Spam

Tagesschau.de berichtet ueber die neue Internetbeschwerdestelle. Der Service wird von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimediadiensteanbieter e.V. und dem Internetverband eco gemeinsam betrieben. Die Initiative “Deutschland sicher im Netz” war Anfang vergangenen Jahres von Microsoft gegruendet worden.
Ziel dieser Seite ist es eine zentrale Anlaufstelle fuer Beschwerden ueber illegale und/oder jugendgefaehrdende Inhalte im Internet anzubieten. Bei einer Beschwerde durch den Buerger soll der beanstandete Inhalt sofort von Experten juristisch untersucht werden. Notfalls auch ueber Landesgrenzen hinweg. Die Landesgrenzen werden aber wohl nur in besonders schweren Faellen wie Kinderpornographie ueberschritten werden. Ansonsten duerften Folgen nur fuer deutsche Betreiber zu erwarten sein. Trotzdem ist der Dienst ein sinnvoller und wichtiger Schritt im Kampf gegen die Dunkle Seite des Internet :D, zumindest in Deutschland.
Die Seite unterscheidet sogar zwischen verschiedenen Diensten im Internet wie WWW, Chat, Foren usw.

Welcher Spam ist echt?
Den Vogel abgeschossen hat aber die Beschwerdestelle fuer E-Mail, Spam. Da heisst es man soll deutschen Spam (bei mir ca. 10% im Junkordner) mit dem original Header an spam AT internet-beschwerdestelle DOT de weiterleiten. Der informierte Leser kann hier bereits schmunzeln. Ja ich habe die E-Mailadresse nicht botlesbar gemacht. Auf der Seite ist sie das schon. Und ich wage zu behaupten, dass die Adresse bereits in diverse Spamverteiler aufgenommen worden ist. Damit ist sie selbst Ziel von Spam. Wie die Experten jetzt echten Spam und weitergeleiteten Spam unterscheiden wollen wird wohl ein Geheimnis bleiben.
Vielleicht werden in Zukunft alle deutschen Spammails als Forward geschickt. Dann koennte man einen vorhanden Filter, der nur Forward-Mails als white markiert in die Irre fuehren. Solange bis der Filter nur noch Forward-Forward-Mails durchlaesst…

1 comment Februar 7th, 2006

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