Seit Suse 5 probiere ich immer wieder einmal mich mit Linux auf meinem Desktop anzufreunden. Aus verschiedenen Gründen ist es immer gescheitert. Zuletzt war Ubuntu 7.4 an der Reihe. Die Installation ist kinderleicht, an das System gewöhnt man sich. Leider konnte ich Ubuntu nicht dazu bringen meine 22”-Röhre mit 100 Hz anzusteuern. Die TV-Karte konnte ebenso nicht zum Leben erweckt werden. Also zurück zu XP.
Heute habe ich Ubuntu 7.10 gebrannt und installiert. Hier der Ablauf:
- Installation sehr einfach. Das vorhanden 7.4 habe ich ueberschrieben, also kein Upgrade gemacht.
- Nach dem ersten Start etwas herumgeklickt. Nach drei Minuten konnte ich die Maus zwar noch bewegen, aber nicht mehr klicken. Also auf die Konsole geswitcht (Alt + F1), um X neuzustarten. Login klappte noch, dann ging die Tastatur auch nicht mehr. Gewaltsam neugestartet.
- Nun war der Monitor an der Reihe. Die Auflösung auf 1600*1200 gestellt, mehr als 85 Hz ging erst mal wieder nicht.
- Rechner neustarten müssen, nicht nur X!
- Ubuntu starte von selbst im "Safe Graphics Mode". Neustart.
- Im Login-Screen ist nichts mehr zu erkennen! Nur verschwommene orange Zeilen.
- Von der Windows-CD gebootet und Grub von der Platte geputzt.
Wenn ich Ende 2007 auf einem fünf Jahre alten Dell-Rechner ohne exotische Hardware ein Betriebssystem installiere, will ich dass das System dann auch läuft, ohne per vi in irgendwelchen Config-Dateien herumzupfuschen.
Mein Fazit: Ubuntu 7.10 ist (für mich) schlechter als 7.4. Fedora 8 kommt demnächst…
Oktober 22nd, 2007
Jeder mit *nix-Erfahrung kennt den Befehl kill. Damit können wild gewordene Prozesse hart beendet werden. Windowsnutzer kennen dies vom Taskmanager. Nun ist das Abschießen von Prozessen unter *nix nichts Spannendes. Wem aber langweilig ist, oder einfach kurz Spass haben will, der verwendet psDooM.
Dies startet einen Nachbau des ersten Doom, einem Shooter. Jedes Monster hat über dem Kopf eine Prozess ID. Stirbt das Monster so wird der zugehoerige Prozess beendet. Damit kann man sein System ziemlich schnell auseinander nehmen :D. Sogar für Mac OS X gibt es einen Port.
Oktober 30th, 2006
Wie angekündigt wurde der Artikel Fritz!Box Hacking: Linux auf der Fritz Box erweitern und Wake on LAN faehig anpassen erneuert. Wer den Beitrag schon kennt, kann einfach ganz unten die Neuigkeiten lesen. Darin geht es um den Telnet Daemon und das Ändern der Firewallreglen mit vi :D.
Juni 26th, 2006
Die Fritz!Box von AVM ist in diversen Ausführungen der Standard in Sachen Router und Modem. Auch ich habe so ein Modell und bin eigentlich zufrieden. Durch diverse Firmwareupdates, durch die zuletzt auch WPA2 unter Mac OS X geht, hat sich der Funktionsumfang gewaltig verbessert.
Jedoch ist der Zugang zu dem kleinen Linux, welches auf der FritzBox läft, nach wie vor nicht vorgesehen. Dem normalen Internetnutzer kann das auch völlig egal sein, solange das Gerät das tut was es soll. Ich jedoch will von Außen, also aus dem Internet, auf meine Rechner zugreifen. Das ist erst einmal kein Problem. Ein Portforward auf einen Rechner mit SSH Server und mit einem DynDNS Account ist alles geregelt.
Was aber wenn der Rechner aus oder im Standbymodus ist? Dafür hat AMD bereits vor zehn Jahren den "Wake on LAN" (WoL) Standard erfunden. Dieser beschreibt einen speziellen Ethernet Frame durch den eine Netzwerkkarte einen dafür vorgesehenen Computer einschalten, oder aufwecken kann. In der Wikipeda findet sich eine gute Beschreibung zu WoL und im VDR Wiki ein Perl Script welches WoL Pakete erstellt.
Damit wäre alles was ich brauche beisammen. Jedoch routet die Fritz!Box, selbst mit Portforwarding von UDP auf Port 9, WoL Pakete nicht in das interne Netzwerk. Daher habe ich mich die letzten Tage ausführlich mit Möglichkeiten beschäftigt auf das Linux in der FritzBox zuzugreifen.
Im Prinzip gibt es zwei Vorgehensweisen. Entweder man schiebt der Box während des Bootvorgangs jedesmal neue Software unter, oder bastelt sich eine eigene Firmware. Leider hat die Fritz Box nur vier MB internen Flashspeicher, aber dafür 32 MB RAM. So kommt man um das Laden neuer Software aus dem Internet nicht herum, will man sich das basteln einer eigenen Firmware sparen oder kommt mit vier Megabyte nicht aus.
Zuletzt eine kleine Auflistung von Seiten die sich mit der Thematik befassen und die ich für nützlich halte:
Wie es mir bei meinen Basteleien ergehen wird, kommt natürlich in Form einens neuen Beitrags hier in das Blog.
Update vom 26.06.2006:
Telnet Daemon und manuelles Ändern der Firewall
Ich habe mittels eines gefakten Firmwareupdates, wie im ersten Link oben beschrieben, den Telnet Daemon auf der Fritz!Box aktiviert. Das ist kein Aufwand und man kann praktisch nichts falsch machen. Somit ist das eigentlich keine Meldung wert, wenn ich nicht heute gelesen hätte, dass man das auch einfacher haben kann. Über die Kurzwahlfunktion kann man mittels eines angeschlossenen Telefons einiges konfigurieren. Unter anderem per
#96*7* telnetd einschalten (jede FBF ab Firmware xx.03.96)
#96*8* telnetd ausschalten (jede FBF ab Firmware xx.03.96)
den Telnet Daemon. Alle (bekannten) Kurzwahlen gibts im Fritz Box Wiki. Desweiteren musste ich heute aus der Uni eine wichtige Mail lesen. Nur leider lief mein Powerbook und Thunderbird hatte die Mails schon geholt, so dass über Webmail nichts zu machen war. Also per SSH auf den Mac eingelogt und dann über das freigeschaltete Telnet auf die Fritz!Box. Dort habe ich dann manuell mit vi die Firewallregeln in /var/flash/ar7.cfg geändert, um den VNC Portforward einzuschalten :D. Das hatte ich bisher nicht gemacht.
Update vom 30.08.2008: Wake on LAN ist mitlerweile mit der Firmware von AVM ohne irgendwelche Hacks möglich.
Juni 12th, 2006
HowtoForge hält eine Sammlung von Tutorials für Linux und Serverprogramme wie Apache oder MySQL vor. Es handelt sich dabei meist um ausführliche Darstellungen von nicht trivialen Geschichten wie der Automatisierung von Spamcop. Interessant für jeden der irgendein Linux laufen hat oder Linuxsoftware unter Windows einsetzt.
Mai 31st, 2006