Über Liquifile und Liquid-Browsing habe ich bereits berichtet. Nun ist Liquifile in der Version 1.5 erschienen und seit dem ein fast vollständiger Finder-Ersatz.
Neu ist die Darstellung von Ordnern. Diese erhalten nun, genau wie Dateien, eine Größenanzeige per Kreis. Im Gegensatz zu den Dateien ist dieser jedoch nicht gefüllt. Hinzu kommen Funktionen wie Löschen oder Kopieren, um die Daten nicht nur zu visualisieren, sondern auch damit arbeiten zu können. Auf der offiziellen Liquifile Homepage gibt es die Testversion, ein deutsches Einführungsvideo zu einer älteren Version, sowie ein Video von ScreenCasts Online (englisch) zur aktuellen Version 1.5.
Ohne dieses Video gesehen zu haben erkennt man nicht auf Anhieb sämtliche Möglichkeiten von Liquifile. Ich hoffe jedenfalls, dass Apple diese Software bereits gesehen hat und an eine Lizenzierung denkt.
Februar 6th, 2007
Wie bereits berichtet ist Liquifile ein sehr interssanter Ansatz um (in naher Zukunft?) den Finder unter Mac OS X zu ersetzen. Die Besonderheit an Liquifile ist die visuelle Darstellung von Metadaten.
Visuelle Darstellung von Metadaten
Was bedeutet das? Konkret werden Dateiinformationen wie Größe und Erstellungsdatum bzw. Änderungsdatum visuell dargestellt. Und zwar in Form von Kugeln in einem Zeit-Datei Koordinatensystem. Das hört sich jetzt viel komplizierter an als es ist. Jedoch ist etwas Eingewöhnung notwendig.
Dazu haben die Entwickler vor kurzem ein deutsches Video-Tutorial veröffentlicht. In einer guten viertel Stunde wird alles relevante erklärt. Ohne das Video konnte ich nur die Hälfte der Funktionalität nutzen!
Video-Tutorial von den Entwicklern
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle selbst ein paar Screenshots online stellen und berichten wie es mir mit Liquifile so ergangen ist. Mit dem Video und den Aufzählungen weiter unten ist aber bereits alles gesagt.
Was in der Beta noch fehlt, aber geplant ist
Bei der von mir getesteten Version handelt es sich um die erste offene Beta. Daher fehlen noch einige wichtige Dinge um mit Liquifile auch wirklich arbeiten zu können. Jetzt ist es "nur" eine Möglichkeit, um einen anderen Blick auf die eigenen Daten werden zu können. Folgendes kommt laut Entwickler die nächsten Tage:
- Drag and Drop Unterstützung
- Kopieren, Löschen, Ausschneiden
- Shortcuts
Was ich mir wünsche
- Dateien mit Anfangsbuchstabe X durch drücken von X anspringen. Ohne das ist die Minidarstellung von Dateien mit Hovereffekt, vor allem bei vielen Daten, eher hinderlich.
- Merken von Fenstergröße, Position und Inhalt bei einem Neustart oder Neu-Öffnen.
- Farbige Hervorhebungen wie im Finder, aber vielleicht auch für die Punkte. Das könnte zur Visualisierung von Datei-Typ-Gruppen wie Bilder, Filme, Dokumente usw. dienen.
- Möglichkeit alle Ordner vor Dateien anzuzeigen. Schlimmstes Finderproblem (meine Meinung)!
Fazit
Sollte Apple im August mit den ersten Details zu Mac OS X 10.5 Leopard nicht einen nagelneuen Finder mit Beseitigung der schlimmsten Finder Bugs und Integration von Liquifile Features präsentieren, so sind die 10 US Dollar sehr gut angelegt!
Juli 21st, 2006
Letzte Woche habe ich bereits von den Möglichkeiten moderner 3D Desktops, echten 3D Desktops und Liquid Browsing geschrieben.
Jetzt gibt es für Apples Mac OS X eine echte Anwendung des Liquid Browsings! Es nennt sich Liquifile und soll dem miserablen Finder, der Explorer unter OS X, paroli bieten. Das versuchen auch schon andere wie XFolders also kostenloses Beispiel. Bei Liquifile ist der Ansatz aber komplett neu und ich will das die nächsten Tage einmal ausprobieren. Dann wird hier ein kurzer Bericht folgen.
Update vom 21.07.2006 Bericht und Verbesserungsvorschläge
Juli 18th, 2006