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	<title>Anderscht? &#187; Pharming</title>
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		<title>Schaeuble liest IT-Branche die Leviten, ein Ueberblick ueber das Risiko Internet</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Apr 2006 12:41:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT und Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Pharming]]></category>
		<category><![CDATA[Phishing]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie die Tagesschau berichtet hat der Bundesinnenminister Wolfang Sch&#228;uble die Initiative &#34;Deutschland sicher im Netz&#34; kritisiert. Es seien umfangreichere und tiefergehende Ma&#223;nahmen n&#246;tig, denn die Sicherheitslage sei prek&#228;r. Lesern des Heise Newstickers oder &#228;hnlichen Seiten ist das nichts neues. In Anwesenheit des Telekom-Vorstandschefs Kai-Uwe Ricke sowie Microsoft-Chef Steve Ballmer sagte Sch&#228;uble: &#34;Die Internet-Wirtschaft muss ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie die <a href="http://tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5467720_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html" class="liexternal">Tagesschau</a> berichtet hat der Bundesinnenminister Wolfang Sch&auml;uble die Initiative &quot;Deutschland sicher im Netz&quot; kritisiert. Es seien umfangreichere und tiefergehende Ma&szlig;nahmen n&ouml;tig, denn die Sicherheitslage sei prek&auml;r. Lesern des <a href="http://www.heise.de" class="liexternal">Heise Newstickers</a> oder &auml;hnlichen Seiten ist das nichts neues.<br />
In Anwesenheit des Telekom-Vorstandschefs Kai-Uwe Ricke sowie Microsoft-Chef Steve Ballmer sagte Sch&auml;uble: &quot;Die Internet-Wirtschaft muss ihr Augenmerk vermehrt auf die Sicherheit ihrer Produkte richten.&quot; Die Aufklärung der B&uuml;rger über Risiken laufe sonst ins Leere. Soweit durchaus richtig und auch berechtigt. Dann wird es aber, in meinen Augen, etwas inkompetent.<br />
Damit meine ich nicht einmal die ausbleibende Unterscheidung von &quot;schwarzen&quot; und &quot;wei&szlig;en&quot; Hackern sondern dieses Zitat:</p>
<blockquote><p>
&#8220;Wer mit seinem Auto am Stra&szlig;enverkehr teilnimmt, sch&uuml;tzt sich durch einen Sicherheitsgurt und eine angemessene Fahrweise. Und wer mit seinem Rechner im Internet surft, muss sich mit wirkungsvoller Software und einem verantwortungsbewussten Umgang mit dem Internet sch&uuml;tzen.&#8221;
</p></blockquote>
<p>Genau hier setzt meine Kritik an. F&uuml;r die Teilnahme am Stra&szlig;enverkehr ist ein F&uuml;hrerschein n&ouml;tig! Ins Internet kommt jeder ohne Nachweis irgendwelcher Kenntnisse. Jetzt ist ein solcher Nachweis weder sinnvoll, noch durchsetzbar. Es gibt auch nicht angeschnallte Autofahrer mit unangemessener Fahrweise. Auf jeden Fall n&ouml;tig ist aber, dass der B&uuml;rger um die Gefahren wei&szlig; und wie er sich davor effektiv sch&uuml;tzen kann. Die Wirtschaft kann und muss dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Dieser muss aber &uuml;ber die Strichzeichnung von Festungsmauern um Computer, wie in der aktuellen Microsoft Werbung, hinausgehen. Obwohl ich diesen Spot t&auml;glich vor der Tagesschau sehe, kenne ich nicht einmal die URL die darin genannt wird. Und ich habe sie auch noch nie angesurft.<br />
Sinnvoller und wohl auch effektiver w&auml;re die Gr&uuml;dung eines Faches Medienp&auml;dagogik, wie schon in meinem Artikel <a href="http://mathias-wagner.info/wordpress/2006/03/29/handy-verbot-an-bayerns-schulen/" class="liinternal">Handy-Verbot an Bayerns Schulen?</a> vorgeschlagen. Darin liese sich problemlos die Thematik Internet einbinden.<br />
Die Wirtschaft muss zweifelsohne mehr Augenmerk auf sichere Software legen. Jedoch ist Sicherheit prim&auml;r eine Designentscheidung. Ist das Design schlecht hilft auch noch so sorgf&auml;ltiges programmieren nicht. Und derzeit wird vor allem der viel gescholtene Microsoft Internet Explorer nur immer wieder gepatcht, anstatt die eigentlichen Probleme, wie die tiefe Integration ins Betriebssystem, anzugehen.<br />
Man darf auch nicht vergessen, dass der Bereich Sicherheit mittlerweile ein m&auml;chtiger Industriezweig geworden ist, der an der Unsicherheit der Benutzer sehr gut verdient. Es wird einem gesagt, dass Software wie Virenscanner, eine Personal Firewall und ein Spyware Tool absolute Pflicht seien. Im Einzelfall stimmt das auch. Nur rei&szlig;t genau derartige Software selbst teilweise gro&szlig;e L&uuml;cken.<br />
Ebenso problematisch: die Phisingwelle. Diese Mails werden immer rafinierter und sind teilweise &auml;&szlig;erst seri&ouml;s gemacht. Ich mache einem normalen Internetnutzer da fast keinen Vorwurf mehr. Auch hier tr&auml;gt die Wirtschaft, allen voran die Banken eine nicht unerhebliche Teilschuld. Obwohl vor Jahren progagiert hat die digitale Signatur noch nicht Einzug gehalten. E-Mails sind nicht signiert, um dem Benutzer Echtheit zu garantieren. Teilweise versenden Firmen wie PayPal, oder eBay selbst E-Mails mit &auml;hnlich lautenden Anweisungen. Und wir haben es bei Phishing nur mit einer Vorstufe zu tun!<br />
Beim sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pharming" rel="nofollow" class="liwikipedia">Pharming</a> wird mittels DNS Cache Poisoning, das <acronym title="Domain Name System">DNS</acronym> so manipuliert, dass der Nutzer auch bei manueller Eingabe von www.meine-bank.de auf einer fremden Seite landet. Und das kann selbst ein Profi nicht mehr ohne weiteres erkennen.<br />
Die Liste mit Sicherheitsrisiken im Internet liese sich problemlos weiter fortsetzen. Wenn die Nutzer aber ein Mindestma&szlig; an Wissen um Sicherheit im Netz haben, w&uuml;rde ein beachtlicher Teil dieser Risiken hinf&auml;llig. Und das Vertrauen in das Medium Internet k&ouml;nnte wieder steigen. Wie dieses Wissen jedoch vermittelt werden soll ist das eigentliche Problem. Und mir ist leider auch kein K&ouml;nigsweg bekannt. Allerdings bin ich nach wie vor der Ansicht, dass in der Schule begonnen werden muss.</p>
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