Die Jungs von JibJab.com sind nun seit fast zehn Jahren im Internetgeschäft. Das ist in dieser Branche viel. Das Konzept ist einfach. Man nehme US-Politiker packe sie in Flash-Filme und ziehe sie gehörig durch den Kakao. Um heute zu überleben erweitere man die Seite um Web 2.0 Features, wie das eigene Foto im Video, eCards und eine Witze-Seite. Fertig.
Ich poste hier einfach mal das aktuelle JibJab-Video:
Wurde der kleine Nachbarstaat lange belächelt hat er uns in einigen Dingen bereits überholt. In der Diskussionsrunde bei Anne Will war heute u.A. Karl-Heinz Grasser (Ex Finanzminister in Österreich). Zum Thema kompliziertes Steuerrecht sagte er folgendes:
Ihr habts in Deutschland einen Verein der heisst "Lohnsteuerhilfeverein". Tschudligung wenn ma da ned kapiert wos los is is eh ois zspaed.
Was ist das überhaupt? Telepolis erklärt in einem sehr interessanten Artikel Währungspolitik und die internationlen Auswirkungen. VWL-Stoff und trotzdem sehr interessant. An der Uni habe ich von sowas jedenfalls noch nicht gehört.
Andreas Bernhard hat eine Petition an den Deutschen Bundestag gestartet. Ziel ist es Verfassungsänderungen demokratischer zu gestalten. Dazu soll die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit für unzulässig erklärt werden, wenn sie ausschließlich durch Stimmen aus einer Regierungskoalition erreicht wird.
Finde ich persönlich für sehr gut und demokratisch. Die Petition habe ich bereits unterzeichnet.
Ein drastischer Aufruf. Aber aus meiner Sicht dreht der Mann durch. Nicht nur wegen der schwachsinnigen Online-Durchsuchungen oder dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren. Heute kam der (hoffentlich) letzte große Knaller:
"Wir müssen darüber reden, ob das Maß an Prävention, das unseren Polizeigesetzen heute schon eigen ist, genügt", so Schäuble. Eine Möglichkeit seien Auflagen für Gefährder, die nicht abgeschoben werden könnten - etwa ein Kommunikationsverbot im Internet oder mit dem Handy bis hin zu "Extremfällen wie dem so genannten Target Killing", also der gezielten Tötung von Verdächtigen durch den Staat.
Der neue Paragraph 202c StGB ist durch den Bundesrat und wird somit in den nächsten Wochen Gesetz. Sollte ich danach nicht mehr per E-Mail oder unter der im Impressum angegebenen Adresse erreichbar sein, so wurde ich als Verbrecher eingesperrt. Hoffentlich ist mein Pflichtverteidiger dann kompetenter als die Stümper die dieses Gesetz gemacht haben. Deren Kompetenz zum Thema Computer und Internet ist praktisch nicht messbar, sondern im Besten Fall hochnotpeinlich:
Diese frage stellte ich mir heute, angesichts der bekanntgewordenen Äßerungen in einem Stern-Interview:
"Die Unschuldsvermutung heißt im Kern, dass wir lieber zehn Schuldige nicht bestrafen, als einen Unschuldigen bestrafen. Der Grundsatz kann nicht für die Gefahrenabwehr gelten. Wäre es richtig zu sagen: Lieber lasse ich zehn Anschläge passieren, als dass ich jemanden, der vielleicht keinen Anschlag begehen will, daran zu hindern versuche. Nach meiner Auffassung wäre das falsch."
Prompt wurde diese Frage bei Telepolis erörtert. Im Artkel der Tagesschau gibt es weitere Bedenkenträger.
Dieses Blog beschäftigt sich eigentlich nicht mit Politik und ich will die Themenblöcke aus der Überschrift nicht diskutieren. Das machen andere. Zudem muss ich sagen, dass ich kein Anhänger der Bayernpartei bin und sie nie gewählt habe. Beim Aufräumen meiner Festplatte ist mir jedoch ein Flyer dieser Partei untergekommen. Leider weiß ich nicht von wann genau er stammt, jedoch muss es zur Zeit des "ersten PISA-Schocks" gewesen sein. Er trifft einen großen Teil der Wahrheit ziemlich genau. Meine Meinung.