Ja das ewige Web 2.0, jeder hat es, jeder erwähnt es und keiner weiß was es eigentlich heißt. Tatsache ist nun aber einmal, dass die "Sozialen Dienste", die wie Pilze oder Unkraut :D, aus dem Boden schießen ein sehr einheitliches Erscheinungsbild haben. Dazu gehört die von Blogs bekannte Anordnung der Navigation. Diese ist nämlich unbemerkt vom linken Rand wieder nach oben gewandert. Und fasst in wenigen Oberbegriffen auf Reiterbasis, aber auch als schlichte horizontale Leiste, alles zusammen was der Surfer zu brauchen scheint. In meinem derzeit noch in Arbeit befindlichen neuen Theme für Wordpress wird es genauso sein.
Jedenfalls hat Dr. Web wieder einmal eine schöne bebilderte Zusammenfassung. Wer Inspiration für Navigationsdesign sucht wird dort, nach Farben geordnet fündig. Das schlichte Design von Zvents gefällt mir persönlich besonders gut.
April 7th, 2006
Bei DrWeb habe ich die Beta-Logo Parade gesehen. Aufgeführt werden haufenweise Logos mit dem berühhmten Beta, wie es Google schon lange pflegt. Ob das nun sinnvoll ist, mag jeder selbst entscheiden. Wenn man aber die Zeit findet das eine oder andere anzuklicken entdeckt man vielleicht einen neuen Web 2.0 Dienst den man noch nicht kennt und einem nützlich erscheint. Ebenfalls gut daran ist die Sortierung nach Farben, die die aktuellen Trends sehr gut zeigt.
März 24th, 2006
Zwei sehr schoene Javascript Geschichten, gefunden bei DrWeb. Die erste oeffnet PopUps im Stil von Mac OSX. Dabei klebt das neue Fenster am oberen Rand des Aktuellen. Fuer was man das brauchen wird ist noch nicht abzusehen :D, greybox window. Sogar ein Wordpressplugin gibt es dazu. Leider ist die Seite in spanisch (oder portugiesisch) geschrieben. Daher kann ich noch nicht sagen, was es genau macht.
Inspiriert wurde Greybox von Lightbox JS. Eine sehr schicke Sache, um Bilder zu praesentieren. Was, wie bei allen JS/AJAX Loesungen, bleibt ist die Frage, was passiert wenn der Nutzer kein JS hat. Sei es weil es einfach abgeschaltet wurde, oder der Nutzer einen Screenreader benuetzt. Barrierefrei und suchmaschinengeignet ist es jedenfalls nicht.
Februar 15th, 2006
Und schon wieder ein Verweis auf die Tagesschau. In diesem Artikel wird die “Die dunkle Seite des Web 2.0″ beleuchtet.
Neue Dienste wie Flickr, Frappr und Co. ermoeglichen es den Nutzern scheinbar privat Bilder auszutauschen. Ebenso wie viele Blogs, in denen teilweise sehr persoenlich geschrieben wird (betrifft mich auch, dazu spaeter), oder sogar ueber die Firma oder den Chef geschimpft wird.
Das Problem dabei ist, dass den meisten Nutzern nicht bewusst ist wem all diese Informationen zugaenglich sind. Naemlich jedem! Solange es noch keine automatischen Auswertungsmoeglichkeiten gibt mag es noch kompliziert erscheinen. Eine einfach Googleanfrage nach einem Namen kann dem Personalchef aber oft sehr viel verraten! Es ist jedoch zu erwarten, dass Werbetreibende und andere mit schlimmeren Absichten mit der Aus- und Verwertung dieser “sozialen Web 2.0 Dienste” beginnen werden. Und dabei gilt nicht “Es gibt ja zuviele Daten. Die werden zugemuellt.”, sondern “Je mehr Daten, desto besser.”.
“Viele sind sich dessen gar nicht bewusst”, meint die Informatikerin Constanze Kurz von der Berliner Humboldt-Universität. “20 bis 23 Jahre alt” sind die Studenten in ihren Seminaren - eine Generation, die mit dem Internet groß geworden ist - und dabei “erstaunlich unbefangen” mit ihren persönlichen Daten umgeht, wie Kurz beobachtet.
Diese Aussage trifft nicht nur auf Angaben im Internet, sondern auch auf alle Bonus- und Sammelprogramme diverser Unternehmen. Datenschutz ist heute kein Begriff mehr, der in der Oeffentlichkeit kritisch hinterfragt wird. Daher kann er von der Regierung auch so leicht untergraben und geschwaecht werden.
Jetzt nochmal zu mir persoenlich. Mir ist durchaus bewusst, dass jeder der mein Blog liest ueber meine Colitis Ulcerosa informiert wird. Bei einer Einstellung mag das auch ein Hindernis sein. Jedoch haette ich gar nicht vor die Krankheit zu verschweigen. Ist auch zwecklos. Der Darm kommt raus und mit einem Stoma ist man offiziell behindert. Zwar schraenkt es praktisch nicht ein, aber eine Behinderung sollte (muss?) man angeben.
Vielmehr sollte in einem Blog auf eine sachliche Darstellung geachtet werden. Alles was man nicht persoenlich zu jemanden sagen kann, hat auch im Internet nichts verloren!
Februar 8th, 2006